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Verwalter dementiert Veräußerungsabsicht – Betreiber verweist auf langfristigen Vertrag

Maxx zu verkaufen? Offerte sorgt für Wirbel

Hameln (HW). Für Verwirrung hat unter Hamelner Cineasten eine Anzeige im Internet gesorgt. Dort wird auf der Seite „Immobilienscout24.de“ das Multiplex-Kinocenter „Maxx“ als „Top-Renditeobjekt in hervorragender Lage“ der Rattenfängerstadt zum Kauf angeboten – von der S & M Wirtschaftsberatungs GmbH mit Sitz in Heidesheim am Rhein. Kino-gänger fürchten nun, dass das Lichtspieltheater über kurz oder lang geschlossen werden könnte.

veröffentlicht am 08.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

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Dem ist jedoch nicht so, wie Nachfragen der Dewezet ergeben haben. „Meines Wissens ist das längst verkauft“, sagt Mathias Kemme. Der Geschäftsführer des Maxx-Betreibers „K-motion“ in Hamburg erklärt, dass sein Unternehmen die Miete nach wie vor an die „Waldersee Treuhand- und Vermögensverwaltungsges. mbH“ in Hannover überweise und betont: „Wir sind ganz entspannt, denn wir haben einen langfristigen Mietvertrag.“

Doch gerade dieser langfristige Mietvertrag dient der Heidesheimer Wirtschaftsberatungs GmbH, die Hamelner Immobilie als Top-Renditeobjekt anzupreisen. „Die jährlichen Netto-Kaltmieteinnahmen betragen 357 996,42 Euro. Wichtig für Investoren: Hohe Rendite. Für das Kino besteht ein langfristiger Mietvertrag bis 2019“, heißt es wörtlich unter „Sonstiges“ bei Immobilienscout24.de.

„Das Kino ist verkauft? Da wissen Sie mehr als ich“, reagiert Ralf Klein in Heidesheim überrascht. Der Mitarbeiter der Beratungs GmbH erklärt, dass sein Unternehmen im Auftrag tätig geworden sei und gibt sich wegen der Nachfrage, ob das Gebäude schon einen neuen Besitzer habe, ärgerlich: „Es gehört zu unserer Arbeitsverpflichtung, das jetzt genau zu überprüfen, denn das entspricht weder unserer Geschäftspolitik noch unserer Firmenphilosophie. Wir sind ein seriöses Unternehmen. Ich werde das Projekt nun erst einmal aus dem Internet nehmen.“ Was Klein auch umgehend getan hat, denn seit gestern Nachmittag ist das Hamelner „Multiplex-Kinocenter“ bei Immobilienscout nicht mehr zu finden.

Auch Thomas Haubus von der Waldersee Treuhand- und Vermögensverwaltung in Hannover zeigt sich überrascht, als er seitens der Dewezet davon unterrichtet wird, dass das Hamelner Objekt im Internet zum Kauf angepriesen wird. „Das höre ich zum ersten Mal. Einige Gesellschafteranteile haben gewechselt. Aber ein Verkauf ist nicht geplant“, versichert er. Seine Gesellschaft habe gerade erst 40 000 Euro in eine neue Klimaanlage investiert. Haubus betont aber, dass einzelne Gesellschafter in der Vergangenheit dafür plädiert hätten, ihre Anteile zu verkaufen. „Und die haben vielleicht das Heidesheimer Unternehmen beauftragt“, vermutet er und merkt an: „Wer und wie viele das waren, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass an einen Verkauf nicht gedacht ist.“

Das Maxx-Kino am Bahnhof bleibt Hameln zumindest bis 2019 erhalten.

Foto: Dana



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