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Aber: Kritik von Abiturienten vor Ort hält sich in Grenzen

Mathe-Abi: „Schwieriger als in den Vorjahren“

HAMELN. Unverhältnismäßig schwer, zu lang, zu unverständlich und kompliziert – so lautet die Kritik am Matheabitur in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg. Die Dewezet hat stichprobenartig drei Schüler aus einem Mathematik-Leistungskurs nach ihrer Meinung gefragt.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 15:53 Uhr
aktualisiert am 14.05.2019 um 20:30 Uhr

Schüler demonstrieren, weil sie das schriftliche Mathe-Abitur zu schwer fanden. Foto: Federico Gambarini/dpa
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Die niedersächsische Online-Petition, die von einer Abiturientin aus Hannover über die Plattform Open-Petition initiiert wurde, unterzeichneten innerhalb von drei Tagen mehr als 11 340 Unterstützer. Inzwischen sind es 13 119. Aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont haben 163 Schüler unterschrieben. Unterschrieben hat keiner der drei befragten Schüler, aber „schwer sei es schon gewesen“, meint Melina Neumann (19). „Mit guter Vorbereitung hätte man es aber schaffen können“, sagt die Schülerin des Viktoria-Luise-Gymnasiums, die sich selbst nicht zu „den Guten“ zählt. Sie selbst habe rund ein Viertel der Aufgaben nicht geschafft, beim Text habe sie lange gebraucht, um durchzusteigen.

Auch Vikilu-Leistungskursschülerin Hannah Brauns (18) musste im letzten Teil, der analytischen Geometrie, lange überlegen. „In diesem Ausmaß haben wir das im Unterricht nicht geübt“, sagt sie, fügt aber an: „Ich habe damit gerechnet, dass so etwas kommt, eine Herausforderung muss ja sein.“

Das sieht Timo Fräger (18), ebenfalls Vikilu, ähnlich. Das „Durchblicken“ sei – zumindest zum Teil – Bestandteil der Aufgaben.

Einig sind sich die Schüler darin, dass die Aufgaben „schwieriger als in den Vorjahren“ waren – mit einer Ausnahme: Bereits 2016 gab es Beschwerden, im Nachhinein wurden dann die Noten angepasst. Dass die Aufgaben in den einzelnen Jahren und Bundesländern trotz Zentralabitur unterschiedlich schwer waren, ist etwas, das Timo Fräger grundsätzlich stört: „Das muss gleich sein“, fordert der Einser-Schüler. Über das Matheabi 2019 sagt er: „Man muss die Korrekturen abwarten und sehen, ob sich das Gefühl der Schüler bestätigt.“ Ähnlich äußert sich auch Andreas Jungnitz, Rektor des Schiller-Gymnasiums. „Die Kollegen sind gerade mitten in der Korrekturphase, da ist es schwierig, eine Aussage zu machen.“ Überprüfungen durch die Bildungsressorts in Niedersachsen und Bremen sind angekündigt.

Mindestens bis Juni, bis die Ergebnisse der Arbeiten vorliegen, müssen sich die Schüler allerdings noch gedulden. Sollte sich herausstellen, dass sich die Prüfungsergebnisse signifikant von Vornoten der Schüler unterschieden, würden weitere Schritte unternommen.



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