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Heinrich Timmermanns Bauvoranfrage vom Fleckenrat positiv beschieden

Maststall bei Lichtenhagen geplant

LICHTENHAGEN. Heinrich Timmermann plant außerhalb von Lichtenhagen den Bau eines großen Schweinestalls für 1450 Mastschweine. Eine entsprechende Bauanfrage hat der Landwirt an den Flecken Ottenstein gerichtet. Der Ortsrat hat sein Anliegen positiv beschieden, nun wartet Timmermann auf grünes Licht vom Landkreis Holzminden.

veröffentlicht am 11.12.2017 um 12:47 Uhr

Landwirt Heinrich Timmermann mit einem vier Tage alten Ferkel auf dem Arm. Foto: wft
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Die Ottensteiner Hochebene ist bekannt für ihre gute Luft und der Bauernhof der Familie Timmermann mit seinen sechs Ferienwohnungen ein von Gästen mit 4500 Übernachtungen im Jahr ein offenbar sehr beliebtes Ziel. An 35 Wochen im Jahr nimmt Heinrich Timmermann die Gäste des Hauses mit in seinen Schweinestall, um ihnen zu zeigen, wie ein ganz real geführter Landwirtschaftsbetrieb mit Tierhaltung funktioniert. Noch funktioniert das auf kurzen Wegen, könnte sich aber in den nächsten Jahren ändern, denn Timmermann plant außerhalb von Lichtenhagen den Bau eines großen Schweinestall für 1450 Mastschweine. Eine entsprechende Bauanfrage hat Timmermann an den Flecken Ottenstein gerichtet, der das Thema auf seiner jüngsten Sitzung bei zwei Enthaltungen positiv beschied, ohne damit schon grünes Licht zu geben, denn genehmigende Behörde ist in solchen Fällen das Landratsamt des Kreises Holzminden. Mit einem Baubeginn ist nach Ansicht des Fleckens frühestens in drei Jahren zu rechnen, denn so lange dauert es in der Regel, bis die Planungen genehmigt sind.

Auch der Standort für den neuen Maststall steht bereits fest: Es ist der alte Sportplatz von Lichtenhagen, der seit Jahren zum Preis von 800 Euro an die Pyrmonter Bogenschützen verpachtet ist, mittlerweile aber den Eigentümer gewechselt hat, wie Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner dem Fleckenrat mitteilte. „Wir haben das Grundstück im Verhältnis 1 zu 1 gegen eine Ackerfläche mit Timmermann getauscht. Das bringt uns bei einem durchschnittlichen Pachtertrag von etwa 180 Euro im Jahr pro Hektar mehr als die Pacht der Bogenschützen, denn die Gemeinde hatte sich bei der Verpachtung an den Verein verpflichtet, die Pflege des Grundstücks zu übernehmen. Und die kostet uns pro Jahr 1200 Euro“, berichtete Weiner. „Wir machen da also ein Minusgeschäft.“

Timmermann will mit dem neuen Maststall die Betriebsgrundlage seines Hofes verbreitern, weil ein Sohn und eine Tochter mit der entsprechenden Ausbildung in den elterlichen Betrieb einsteigen wollen. Mit dem „tierwohlgerechten“ Maststall plant Timmermann nach eigenen Angaben nur einen ersten Bauabschnitt. Dauerhaft sollen auch seine bislang 140 Sauen auf dem alten Sportplatz in einem neuen Stall untergebracht werden. Den Bestand will er dann aber auf 300 Tiere ausbauen. Das ganze Projekt wird den Bauern nach heutigen Preisen 1,6 Millionen Euro kosten – jeweils 800 000 Euro für jeden der beiden geplanten Bauabschnitte. Für die Vermarktung plant Timmermann ein regionales Konzept. „Das gibt es in den verschiedenen Supermärkten zwar schon für Gemüse und Kartoffeln, aber noch nicht für Fleisch aus der Region“, erläuterte er im Gespräch mit der Dewezet. „Und mit der Schlachtung der Tiere im kleinen Schlachthof von Holzminden wird einerseits der dortige Betrieb gestärkt, und andererseits der Transportweg für die Tiere kurz sein.“

Für den Ort Lichtenhagen verspricht sich Timmermann eine Geruchsentlastung, denn derzeit liegt sein Stall noch mitten im Ort und auch für Eichenborn, wo seine Ferkel derzeit noch in einem verwandten Betrieb gemästet werden, sollte die Geruchsbelastung sinken, wenn die Mast auf den Sportplatz verlegt ist. „Lichtenhagen wird von dem neuen Stall kaum etwas mitbekommen, denn die Hauptwindrichtung führt weg vom Ort“, bestätigte auch Bürgermeister Weiner. Wenn die Planungen fortgeschritten seien, werde er eine Bürgerversammlung in Lichtenhagen veranstalten, kündigte Timmermann während der Sitzung an. „Das wird alles transparent sein“, erklärte er. „Wir wollen bei der Maßnahme alle Bewohner mitnehmen und ganz offen sein.“

Für seinen alten Stall auf dem Bauernhof hat Timmermann schon klare Pläne: „Wir werden dort drei weitere Ferienwohnungen einrichten“, erklärte er während der Sitzung des Fleckenrates. Die Nachfrage nach den Ferienwohnungen in seinem Haus sei so groß, dass schon jetzt für den Sommer alles ausgebucht sei, berichtete der Landwirt. „Wir sind in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle das Haus Nummer 1, was die Belegungszahlen angeht.“



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