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Garagen und Lager der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont gesperrt / Schadenshöhe noch unbekannt

Maroder als gedacht: Dachstuhl des Durchgangs

Hameln (bha). Kaum ist der eine Schaden behoben, tut sich ein neuer auf: Seit Ende der vergangenen Woche ist ein Trakt des Hamelner Polizeigebäudes aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Dachstuhl des Garagentraktes ist nach Aussage des Polizeidirektors Ulrich Knappe so marode, dass im Falle höherer Dachlasten Einsturzgefahr bestünde. Nun „haben wir keinen Winter“, sagt er, die Gefahr ist also nicht akut, doch die Schäden seien gravierend.

veröffentlicht am 16.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:21 Uhr

Verrutschte Dachziegel – sie ließen vermuten, dass etwas nicht in Ordnung ist.
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Erst im Mai wurde das Dach des Hauptgebäudes an der Lohstraße saniert, weil Ziegel heruntergefallen waren. Doch nicht nur das Dach war sanierungsbedürftig; der Gesamtzustand der Häuser an Loh- und Zentralstraße wird bemängelt: undichte Fenster, abbröckelnder Putz sind nur zwei Kritikpunkte, doch größere Sanierungsmaßnahmen sind laut Innenministerium trotz des Sanierungsstaus vorerst nicht geplant. Andernorts sei der Bedarf dringender, hatte Innenminister Uwe Schünemann im Frühjahr erklärt. Wie jetzt mit dem neu entdeckten Schaden umgegangen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Zunächst soll ein provisorischer Unterbau dafür sorgen, dass zumindest der Durchgang vom einen zum anderen Dienstgebäude wieder genutzt werden kann.

Die Schäden sind zufällig entdeckt worden, sagt Knappe. Jemand hat gesehen, dass sich „Dachziegel verschoben haben und im Dachfensterbereich Teile des Putzes bröckelten“. Mitarbeiter des staatlichen Baumanagements vom Land Niedersachsen haben bei der Prüfung festgestellt, dass der Dachstuhl völlig marode und nicht mehr sanierungsfähig sei. Rund 20 Dienstfahrzeuge stünden normalerweise in den Garagen; „und wir lagern dort alles mögliche“, sagt Knappe. Die Wagen werden jetzt in den umliegenden Straßen geparkt, und die Kollegen müssten jetzt einmal um den Pudding gehen. Sein Wunsch ans Innenministerium: Dass so viel Geld zur Verfügung gestellt wird, „dass wir das wieder nutzen können“.

Nicht nur der bauliche Zustand des Gebäudes macht den Polizeibeamten in Hameln zu schaffen. Ihnen steht auch viel weniger Platz zur Verfügung als sie eigentlich benötigten. Auf rund 1800 Quadratmeter sind die Mitarbeiter der Polizeiinspektion untergebracht – 600 Quadratmeter mehr sollten es sein. „So groß ist der anerkannte Raumbedarf“, sagt Knappe. Doch eine Verbesserung der räumlichen Verhältnisse scheint nicht in Sicht. Die Neubau-Pläne, die es im Jahr 2009 einmal gegeben hatte, sind längst beerdigt. Lediglich die sicherheitsrelevanten Sanierungsmaßnahmen werden umgesetzt. „Hameln steht nicht auf Platz eins der Prioritätenliste“, hatte es im Mai geheißen, als Innenminister Uwe Schünemann sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat. Die Summe, die insgesamt in Hameln investiert werden müsste, um den Sanierungsstau der vergangenen Jahre zu beheben, wurde bei seinem Besuch mit 1,3 Millionen Euro angegeben. Wie teuer der jetzt entdeckte Schaden ist, konnte gestern niemand sagen.

Die Hamelner Polizei (hier das Haus an der Zentralstraße) arbeitet auf einem Gelände, das längst sanierungsbedürftig ist.

Fotos: Dana



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