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Literaten-Nachwuchs beweist Fantasie beim Vikilu-Geschichtenwettbewerb / Buch erscheint

Mareikes Zeitreise

Hameln. Man schreibt das Jahr 1944. Im Keller des Vikilu suchen Schüler, Lehrer und Einwohner Schutz vor einem Bombenangriff. Mittendrin Mareike aus der sechsten Klasse. Die aber feiert am heutigen Freitag im März des Jahres 2015 erst ihren zwölften Geburtstag. In den Bombenangriff ist sie per Zeitmaschine und mit viel Fantasie geraten.

veröffentlicht am 20.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Mareike Vollmer aus Coppenbrügge ist die Siegerin des Geschichtenwettbewerbs der Vikilu. An dem haben in diesem Jahr mehr als 100 Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 des Hamelner Gymnasiums teilgenommen. „Drei Themen standen zur Auswahl“, erklärt Organisator Stefan Habenicht. „Meine unfreiwillige Reise, Die Zeitmaschine im Schulkeller und Meine Reise in eine fantastische Welt.“

Themen offensichtlich so ganz nach dem Geschmack der Teilnehmer, denn die achtköpfige Jury tat sich schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. „Kreativität und Fantasie waren entscheidend, aber auch der Aufbau der Geschichte musste stimmen“, erklärt Deutschlehrerin Sigrun Hegenbarth-Eimer. Anforderungen, die die meisten der Teilnehmer erfüllt haben. Die besten 20 wurden mit Preisen bedacht und finden ihre Geschichte obendrein in einem 125 Seiten starken Taschenbuch mit dem Titel „Reisefieber“ abgedruckt. Erschienen ist das Bändchen im ehemals im Hefehof ansässigen Verlag von Gilbert Giebel.

„Natürlich merkt man die großen Vorbilder aus Film und TV bei der Gestaltung von Inhalt und Sprache“, sagt Hegenbarth-Eimer. Doch zeichneten sich die Geschichten durch eine erfreuliche Vielfalt und Eigenständigkeit aus. Kritisches freilich bleibe altersbedingt auf den eigenen Lebensbereich beschränkt. „Familie und Scheidung etwa kommen vor, die ganz große Gesellschaftskritik kann man von den jungen Schreibern nicht erwarten.“

Mittlerweile haben am Vikilu bereits mehr als 380 Kinder am Geschichtenwettbewerb teilgenommen, über 80 Handlungen ersonnen und in bislang vier Büchern veröffentlicht. „Schreiben, korrigieren, Lektorat, die künstlerische Gestaltung des Buchcovers mit Vor- und Rückseite, alles passiert in Eigenarbeit“, so der neue Schulleiter Dr. Michael Glaubitz. Der ist von den Geschichten so begeistert, dass er sie seinen Kindern vorm Schlafengehen vorliest. „Die Schüler haben zwar noch keinen eigenen Stil, aber wie sie ihre Ideen umsetzen, das ist mitunter sprachlich sehr gekonnt“, findet auch Bernd Bruns, Leiter der Bibliotheksgesellschaft. Die fördert den Wettbewerb und hat den Druck des „Reisefiebers“ ermöglicht. Auch andere Sponsoren belohnen die literarischen Ambitionen der Schüler. So durften sie sich über ein Tablet, einen E-Book-Reader, ein Smartphone, zwei Schmuckstücke und kostbare Füller freuen.

Ganz besonders stolz sind die drei Sieger Elias Loth („Durch die Gefahren der Vergangenheit“), Mira Siegert („Pferdeparadies“) und Mareike Vollmer („Meine geheimnisvoll Reise“), dass ihre Geschichten in einem echten Buch abgedruckt sind. Dessen Leser werden schließlich auch erfahren, welche Überraschung Mareike im Luftschutzkeller noch erlebt hat.

Das Buch: „Reisefieber. Unterwegs in Zeiten und Welten“, Gilbert Giebel Verlag Usedom, herausgegeben vom Viktoria-Luise-Gymnasium Hameln, 125 Seiten, 8,90 Euro, erhältlich in der Buchhandlung Matthias und in der Bücherstube Seifert.



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