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Mann läuft nachts in Weser - Suchaktion

veröffentlicht am 01.03.2010 um 19:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Taucher

Hameln. Was ist am frühen Montagmorgen an der Weserpromenade in der Nähe der Jugendherberge geschehen? In der Dunkelheit sei ein Mann vom überfluteten Fußweg in den Fluss gelaufen und von der starken Strömung mitgerissen worden, berichtet ein 18 Jahre alter Hamelner, der sagt, er sei nachts spazieren gegangen, weil er nicht schlafen konnte. Um 2.13 Uhr informiert der Augenzeuge die Polizei. Sein Notruf löst eine groß angelegte Suchaktion aus. Die Polizei schickt Streifenwagen, die Feuerwehr zieht Spezialisten zusammen. Taucher und Bootsführer rücken mit zahlreichen Fahrzeugen an. Doch schnell steht fest: Ein Rettungsboot kann nicht zu Wasser gelassen werden. Zum einen ist die Strömungsgeschwindigkeit wegen des Weserhochwassers extrem hoch; derzeit beträgt sie 1,5 Meter pro Sekunde. Zum anderen könnte die Bootsbesatzung bei völliger Finsternis keinen Hindernissen ausweichen. „Auf dem Fluss ist viel Treibgut unterwegs. Es ist zudem unmöglich, die überfluteten Zäune zu sehen“, sagt Ortsbrandmeister Emil Burose.
 Ehren- und hauptamtliche Feuerwehrleute bringen an beiden Ufern der Weser starke Halogenscheinwerfer in Stellung, rüsten sich mit Handscheinwerfern aus und machen sich zwischen Hameln und Wehrbergen zu Fuß auf die Suche nach dem Verunglückten. Polizisten halten derweil auf der anderen Weserseite Ausschau nach einem Menschen in Not. Polizeihubschrauber „Phönix 95“, der über eine Wärmebildkamera und einen Suchscheinwerfer verfügt, kann wegen des Orkans nicht starten. Die Suche nach dem ins Wasser gestürzten Läufer wird um 3.30 Uhr erfolglos abgebrochen.
 Am Nachmittag kann das „Fliegende Auge“ der Polizeihubschrauberstaffel eingesetzt werden. Zwischen 15 und 16 Uhr sucht die Besatzung den Fluss ab. Sie kann keine Leiche finden. „Bei uns ist bislang keine neue Vermisstenmeldung eingegangen“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, Leiter des 1. Fachkommissariats, auf Anfrage der Dewezet.



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