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In der Fußgängerzone und auf vielen Straßen ist kaum noch ein Durchkommen / Geschäftsleute beschweren sich über die Stadt

„Mangelhaft!“ – Anlieger ärgern sich über den Räumdienst

Hameln (CK/ni). Knöcheltiefer Matsch, blankes Eis oder wahlweise zentimeterhoher Schnee und rutschig wie Schmierseife – der Weg durch die Hamelner Fußgängerzone war gestern die reinste Zumutung. „Eine Katastrophe“, fasst Holger Wellner in zwei Worten zusammen, was Geschäftsleute und Passanten gleichermaßen in Rage brachte: Nämlich das totale Versagen der Stadt Hameln beim Winterdienst in ihrer sogenannten guten Stube.

veröffentlicht am 20.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 11:21 Uhr

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Verantwortlich für Reinigung von Oster- und Bäckerstraße, Emmern- und Ritterstraße, Neuetor- und Zehnthofstraße sowie Markt und Münsterkirchhof ist die Stadt; die Anlieger müssen für diese Dienstleistung zahlen. Dass die Stadt ein privates Unternehmen mit der Erledigung dieser Aufgabe betraut hat, ist für Wellner „zunächst mal vollkommen in Ordnung“. Allerdings erwartet der Vorsitzende des Hamelner Einzelhandelsverbandes auch, dass die Stadt gefälligst kontrolliert, ob der Auftrag ordnungsgemäß erledigt wird; und nachbessert, wenn die abgelieferte Leistung, wie aktuell der Fall, „schlichtweg mangelhaft ist“.

„Wir sind außerordentlich unglücklich und unzufrieden mit der Situation“, sagt auch Peter Matthias. Der Buchhändler aus der Bäckerstraße macht sich Sorgen um das Image der Stadt, die sich ihren Besuchern ausgerechnet zur Zeit des Weihnachtsgeschäftes und des Weihnachtsmarktes so schlampig präsentiert. Die Kunden registrierten das sehr wohl, sagt Matthias: „Wir hören immer wieder: Das ist ja furchtbar in Hameln, in anderen Städten ist es längst nicht so chaotisch.“ An eine Belieferung der Geschäfte in der Bäckerstraße über die rückwärtige Straße „Himmelreich“ sei schon gar nicht mehr zu denken. „Da kommt kein Lkw mehr durch.“ Da sei „wohl noch nie geräumt“ worden, obwohl die Anlieger auch für diesen Bereich Reinigungsgebühren berappen müssten.

„Wir sind absolut nicht damit einverstanden, wie in der Fußgängerzone geräumt und gestreut worden ist“, räumt Ralf Wilde ein. Wegen der unbefriedigenden Situation habe es gestern „ein sehr ernsthaftes Gespräch mit dem beauftragten Unternehmen gegeben“, so der zuständige Fachbereichsleiter im Hamelner Rathaus. Jetzt hofft er auf Besserung.

Chaotische Verhältnisse herrschen zurzeit auf allen Straßen, in die sich bislang noch kein Räumfahrzeug verirrt hat. Elke Schiller etwa hat beobachtet, wie eine Seniorin am 164er Ring/Ecke Wet-torstraße mit ihrem Rollator versuchte, die Schneeberge am dortigen Zebrastreifen zu überwinden. Schiller ergriff schließlich die Initiative und hob das Gefährt übers Hindernis. Denn „allein hätte die Frau das nie geschafft“.

Und wie im Scharnhorstviertel, so erging es gestern vielen Autofahrern auch in den meisten anderen Stadtteilen: Sie haben sich in den Schneemassen festgefahren, die sich in den Straßen und noch viel mehr in den Einmündungen zu echten Hindernissen auftürmen.

Schneemassen, wie hier in der Spittastraße/Ecke Weberstraße, machen das Vorankommen in Wohngebieten derzeit schwer.

Foto: Wal



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