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Lösekrug-Möller fordert vorzeitige Beantwortung der K-Frage und will das Thema in den SPD-Bundesvorstand einbringen

„Manchmal muss man auch gesetzte Ziele überdenken“

Hameln (HW). Offiziell ist das Rennen noch offen, doch der Druck auf die Sozialdemokraten wächst, eine Antwort auf die „K-Frage“ zu geben. Auch in den eigenen Reihen. Doch bislang hält die Parteispitze beharrlich an dem Beschluss fest, erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen aus der Troika Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel den Herausforderer für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu benennen. Aber selbst führende SPD-Politiker hegen inzwischen ihre Zweifel, ob dieser Fahrplan noch einzuhalten ist.

veröffentlicht am 20.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:21 Uhr

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Dazu gehört auch die heimische Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller. „Wir haben den Luxus des Kandidatenreichtums und die Verabredung, erst nach der Niedersachsen-Wahl den Kanzlerkandidaten zu benennen. Aber die Deutschen wollen wissen, mit wem wir ins Rennen gehen“, zeigt die Sozialdemokratin Verständnis für die Forderung nach einer vorgezogenen Festlegung. Sie will deshalb das Thema in den Bundesvorstand ihrer Partei tragen und behandelt wissen. „Manchmal muss man auch gesetzte Ziele überdenken und hinterfragen, ob das Festhalten an einem Zeitplan noch Sinn macht“, sagt Lösekrug-Möller, die auch das Amt der SPD-Unterbezirksvorsitzenden in Hameln-Pyrmont bekleidet. Die Sozialdemokratin glaubt zudem, dass bezüglich der „K-Frage“ auch der Druck der Medien zunehmen wird. „Eine Partei darf nicht blind sein, muss hingucken und hinhören, was um sie herum passiert. Alles andere wäre dumm“, spricht sich die Bundespolitikerin offen für ein früheres Benennen des SPD-Kanzlerkandidaten aus. Sie hat auch bereits einen Favoriten: „Aber wer das ist, sage ich nicht.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann pocht dagegen auf das Einhalten des verabredeten Fahrplans. Er spricht von „Nebenkriegsschauplätzen, die es vor der Landtagswahl nicht geben soll“. Das Ergebnis der Sozialdemokraten in Niedersachsen habe Einfluss auf die Kandidaten-Frage, meint der Landespolitiker und Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Hameln-Pyrmont. „Es gibt für jeden der drei zur Verfügung stehenden Kandidaten ein Pro und Kontra. Letztlich ist es eine Frage der Strategie“, erklärt Watermann. Es gelte abzuwarten, wer nach der Wahl in Niedersachsen die besten Chancen habe „und welche politischen Themen zu diesem Zeitpunkt ganz oben auf der Liste stehen.“

Auch Werner Sattler bezeichnet das Ergebnis der Niedersachsen-Wahl als „richtungsweisend in der Kandidaten-Frage“. Dennoch bekennt sich der Hamelner SPD-Stadtverbandsvorsitzende bereits zu einem Kandidaten: „Mein Herz schlägt für Steinmeier. Er hat die meisten Facetten, ist der fertigere Kanzler, aber ich nehme an, dass es bei 500 Mitgliedern in Hameln bezüglich der Kandidaten-Frage querbeet geht“, sagt der Sozialdemokrat. Gabriel räumt er Außenseiterchancen ein: „Er hat an Statur gewonnen und viele Vorschläge gemacht, die das Gefühl der SPD getroffen haben. Besonders im sozialen Bereich.“



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