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Supermarkt-Einbrecher montieren Stahlseil zwischen Auto und Automaten: Großer Schaden, keine Beute

Mal kurz Geld gezogen

Hameln. Mit brachialer Gewalt haben bislang unbekannte Einbrecher am frühen Freitagmorgen versucht, den im E-Center am Reimerdeskamp aufgestellten Geldautomaten zu stehlen. Der Plan, das schwere Gerät mit einem Stahlseil und einem Fahrzeug aus seiner Verankerung zu ziehen, scheiterte, weil das Seil riss. Die Täter ergriffen die Flucht. Obwohl die von einem Hamelner Sicherheitsdienst informierte Polizei eine Großfahndung auslöste, fehlt von den Gesuchten bislang jede Spur. Die Kriminellen dürften mit einem größeren Fahrzeug vorgefahren sein.

veröffentlicht am 06.12.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:21 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann
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Ermittler vermuten, dass sie den Automaten abtransportieren und irgendwo im Wald aufschneiden oder aufsprengen wollten. „Die Methode ist nicht neu“, sagt Kriminalhauptkommissar Heinz Mikus. Schon mehrfach hätten Täter in anderen Städten auf diese Weise Geldautomaten erbeutet. Bisher seien heimische Unternehmen von diesen Straftaten verschont geblieben.

In Hameln gingen die Einbrecher gezielt vor. Sie zerstörten zunächst Überwachungskameras und Außenlampen. Dann schlugen sie am Haupteingang des Supermarktes eine Glasscheibe ein. Im Vorraum legten sie ein Stahlseil um das Gerät und befestigten es an einem Fahrzeug. Als es riss, dürften die Täter sofort geflüchtet sein. Vielleicht haben sie auch geahnt, dass sie stillen Alarm ausgelöst hatten. Die Einbruchmeldung lief um 2.40 Uhr in der Alarmzentrale eines Sicherheitsdienstes in Osnabrück auf. Der Mitarbeiter informierte umgehend Tim Vogt, der für den „Zentral Sicherheitsservice“ in der Hamelner Innenstadt auf Streifenfahrt war. Der Wachmann sollte überprüfen, ob es sich um einen Fehlalarm handelt. „Als ich fünf Minuten später am E-Center eintraf, habe ich das Loch in der Scheibe und die Scherben gesehen. Da war klar: Hier ist ein Einbruch passiert. Ich habe über Notruf 110 die Polizei alarmiert.“

Die Einbrecher haben zwar keine Beute gemacht, allerdings einen Schaden in Höhe von zirka 10 000 Euro verursacht. Ermittler der Tatort-Gruppe sicherten Spuren, fotografierten die Beschädigungen. Die Feuerwehr rückte aus und verschloss das in der Glaswand klaffende Loch mit Schaltafeln.

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Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Beamten suchen Antworten auf folgende Fragen: „Wer hat in den frühen Morgenstunden am E-Center, auf dem Parkplatz oder in der näheren Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer hat ein für den Transport eines Geldautomaten geeignetes Fahrzeug am Tatort gesehen?“ Telefon: 05151/933-222.

Der Geldautomat ist von dem Stahlseil beschädigt worden. Mit Rußpulver haben Polizisten Fingerspuren sichtbar gemacht.

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