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Zwei Wochen früher

Märzenbecher schon im Februar

HAMELN. Der ungewöhnlich milde Winter treibt die Märzenbecher schon Mitte Februar aus dem Waldboden. Besonders die letzten Tage mit Tagestemperaturen von 15 Grad und frostfreien Nächten haben den Frühlingsblühern ordentlich Anschub gegeben.

veröffentlicht am 17.02.2020 um 17:30 Uhr

Am Hamelner Schweineberg stehen großflächige Bestände in voller Blüte. Die kleinen weißen „Leycojum vernum“ sind normalerweise recht unscheinbar. Im Frühling jedoch stellen sie viele andere Pflanzen in den Schatten. Der Blütenteppich am Schweineberg erstreckt sich über 1,5 Kilometer Länge in einer Höhenlage von 200 bis 280 Metern. Eine Besonderheit, die in der Region so nur Hameln bieten kann.

Märzenbecher sind im Buchenwald in der Regel die ersten Frühblüher. Das liegt zum Teil daran, dass die Bäume noch kahl sind und so viel Licht auf den Boden fallen kann. Die frühe Blüte bringt aber auch Gefahren mit sich: bei Frost und eventuellen Schneefällen könnten die Blüten Schaden nehmen. Zudem brauchen die Pflanzen Insekten als Bestäuber, um sich fortpflanzen zu können. Doch trotz der milden Temperaturen befinden sich die meisten Insekten noch in ihrer Winterruhe.  Um den dichten Bestand am Schweineberg muss man sich aber vermutlich keine Sorgen machen. Im Boden liegen noch genug Samen vergangener Jahre.

Durch das Gebiet am Schweineberg führen mehrere Wanderwege. Das Forstamt der Stadt Hameln freut sich über Besucher, welche die Blütenpracht bestaunen möchten, bittet diese aber eindringlich darum, die Wege nicht zu verlassen. Die Pflanzen dürfen nicht gepflückt, ausgegraben oder beschädigt werden.



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