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Rollschuhvereine begeistern mit „Die Schöne und das Biest“ Publikum in der Rattenfänger-Halle

Märchenhafte Show auf kleinen Rädern

Alda Maria Grüter

veröffentlicht am 07.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:41 Uhr

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Hameln. Eine märchenhafte Show mit allem, was zu einer unterhaltsamen Darbietung gehört: Die Macher hielten, was sie versprachen. Und Lena Bösing, an der Seite von vier weiteren Buchstabenträgerinnen, hielt das Pappschild für die Pause an der richtigen Stelle. Schwer an dem schwarzen „S“ zu tragen, hatte die Vierjährige nicht. Trotzdem verständlich, dass sie zum Anrollen die Starthilfe von dem Rollschuh laufenden Herd – alias ihrer elfjährigen Schwester Nele – benötigte: Es war schließlich Lenes erster Auftritt vor großem Publikum. In die Rollschuhe indes wäre das jüngste Mitglied des Rollschuh-Vereins SC Hameln-Hilligsfeld gern schon früher geschlüpft. Wenn da nicht das entscheidende Maß gewesen wäre: „Rollschuhe gibt es erst ab Schuhgröße 27. Wir mussten warten, bis sie da hineinpasste“, verriet Mutter Gabi.

Und so konnte Lena jetzt, von erfahrener Hand geleitet, zwischen dem „U“ und dem „E“ die perfekte Punktlandung aufs Parkett hinlegen – und einen applausreichen Karrierestart als „Nummerngirl“ der Rollkunstlaufshow „Die Schöne und das Biest“.

Die rührige Geschichte um den Anti-Helden in pelziger Maske (Isabell von der Heide) und dem schönen Mädchen (Saskia Schmidt), das allen gesellschaftlichen Konventionen trotzt, ihre Liebe zu dem verwandelten Prinzen (Talea Hammerl) entdeckt, und ihn auf diese Weise von seinem Fluch befreit, war vor allem für die vielen Kinder in den Zuschauerreihen ein besonderes Erlebnis. Die siebenjährige Lara Wiegmann aus Hameln hatte in der ersten Reihe Platz genommen und konnte es kaum abwarten, dass es endlich losging. Am Rande der Bühne wurden leise die letzten Anweisungen zu Licht und Ton gegeben. Und dann: „Es war einmal vor langer Zeit“, so begann eine alte Frau (Tara Gregull) zu erzählen. Das kleine Dorf und seine bunte Bewohnerschar erwachte vor einer buchstäblich großformatigen Kulisse: 80 Meter lang und über drei Meter hoch – ein Ort wie aus dem Bilderbuch, den Hans-Jürgen Synold mit Pinsel und Farbe auf die Holzbretter gebracht hatte.

Vor Bäckerladen, Marktständen, Schloss, Kerker und lieblicher Landschaft und vor den Augen der Zuschauer rollten am Sonnabend 140 Darsteller der Rollschuhvereine RST Hummetal, SC Hameln-Hilligsfeld und TBV Jahn Alverdissen über die Bühne der Rattenfänger-Halle. Gekleidet in ebenso farbenprächtigen wie fantasievollen, von fleißigen Mütterhänden geschneiderten Kostümen: quirlige Dorfbewohner, spielende Kinder, aber auch Tiere und Blumen und allerhand andere Objekte wie sprechende Teekannen und Kerzenleuchter, musizierende Geigen und Spieglein und Löffel, die auf Rollen tanzen konnten. Raffiniert arrangiert die Szenen im Ensemble und bezaubernd die solistischen Partien, die das Choreografieteam Isabella Barbarito, Marion van Aaken, Saskia Kalkau, Isabell von der Heide und Vanessa Grimm ausgearbeitet hatte. Eine Extraportion Applaus gab es nicht nur für die feurigen Can-Can-Damen, sondern auch für die Tischlein-deck-dich-Einlage. Das große Finale mit Schwarzlicht und Lichterketten – eine sprichwörtlich leuchtende Nummer, die das Happyend feierte: Die Liebe siegte, und das Biest wurde durch Belles Kuss vom Fluch erlöst.

Wenn die Fee (Yvonne Kratsch) im weißen Kleid über die Bühne rollte, verzauberte sie mit ihrem Können jeden Betrachter. Ebenso wie Lumière (Tim Schubert), der lustige Kerzenständer mit dem charmanten französischen Akzent.

Für Marion van Aaken ist es bereits das 17. Märchen, für das sie Text, Regie und Musikschnitt übernommen hat. Weit der Bogen der musikalischen Stilrichtungen, die von Klassik über Gospels, von Marschmusik bis hin zu Rock und Pop reichen.

Weitere Aufführungen, jeweils um 16 Uhr: Am 19. und 20. Januar in der Hummetalsporthalle Aerzen, am 26. und 27. Januar in der Sporthalle Hackemack Bösingfeld.

Eine Bildgalerie gibt es im Internet unter www.dewezet.de.

Die jungen Rollschuhläufer begeisterten mit ihrer Aufführung „Die Schöne und das Biest“ die Zuschauer in der Rattenfänger-Halle.

Foto: amg



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