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Filmprojekt des Stadtjugendrings als Meilenstein für Integrations- und Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt

„Mädchen an die Kamera“ rückt Treffs in den Fokus

Hameln (git). Hamelns christdemokratische Bürgermeisterin Sylke Keil staunte bei der Abschlussveranstaltung des Stadtjugendringprojektes „Mädchen an die Kamera“ nicht schlecht. Scheinbar schließt sich für eine bestimmte Gruppe Hamelner Mädchen der Kreis wieder. Auf ihrer Wunschliste an die Stadt Hameln tauchte bei einigen Abschlussstatements der Filmemacherinnen doch tatsächlich die Forderung nach einer reinen Mädchenschule auf. Vornehmlich geht es in dem 25 Minuten dauernden Hobbyfilm, der ausschließlich von Mädchen gemacht wurde, und der am Samstag Nachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, allerdings um das Aufzeigen von Mädchentreffpunkten in der Rattenfängerstadt und den dort laufenden Angeboten. Wie wichtig diese für ihre Besucherinnen sind, haben die Mädchen ganz ungezwungen im Film selbst erzählt. Aber auch die Betreuerinnen kommen zu Wort, diese sprechen von geschützten Räumen, Selbstbewusstsein und gefördertem Gemeinschaftssinn.

veröffentlicht am 02.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 01:41 Uhr

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Aktiv geworden sind für den Film der „Girlsclub“ der Haltestelle Afferde, die „Mädchen AG“ der Pestalozzi- Oberschule und das Mädchencafé „No Limits“ am Ostertorwall. Die jungen Besucherinnen haben sich dabei gegenseitig gefilmt. Standen also vor und hinter der Kamera.

Cansu Gökdemir und Gözde Tatar von der Haltestelle, hat beides sehr viel Spaß gemacht. Auch Haltestellen-Mitarbeiterin Tatjana Bartschke war ebenso wie die Mädchen sofort begeistert, als die Anfrage des Stadtjugendringes kam. „Das Projekt passte sehr gut zu unserer Arbeit und ist auch eine Wertschätzung für die Mädchen“, sagt sie. In Szene gesetzt haben sich aus Afferde insgesamt zehn Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren. Gefilmt haben sie sich dazu in Einzelinterviews, bei einem gemeinsamen Beautytag, beim Kuchenbacken und beim Herstellen von Acrylbildern auf großen Leinwänden.

Der Mädchen AG von der Pestalozzischule war, unter anderem ein gemeinsamer Ausflug in Hamelns Innenstadt eine Filmdokumentation wert. Die Fünft- und Sechstklässler haben sich ebenfalls getraut, in Einzelinterviews ihren Treffpunkt vorzustellen und ganz persönliche Wünsche für den Film zu dokumentierten.

Der Beitrag der Mädchen von „No Limits“ fand hauptsächlich durch die Arbeit hinter der Kamera statt. Als zweiten Baustein des Projektes „Mädchen an die Kamera“ hat der Stadtjugendring im Kinderspielhaus der Stadt Hameln sogar eine Mädchengruppe ins Leben gerufen. Diese hat unter Anleitung einen selbst gestalteten Trickfilm dazu beigesteuert.

Erstmalig verschiedene Mädchengruppen aus Hameln zentral in den Fokus zu rücken und damit ein großes Stück Öffentlichkeitsarbeit für die Anlaufstellen zu leisten, war die Idee Juliane Gorkas vom Stadtjugendring. „Mädchen brauchen auch heute noch eigenständige Räume im außerschulischen Bereich, in denen sie sich ohne Jungs selbst als kompetent erfahren und sich, zum Beispiel mit Medien, ausprobieren können“, erklärt die Diplompädagogin die Hintergründe. Das Filmprojekt ist in Kooperation mit dem Verein für Spätaussiedler und Deutsche Rückwanderer (Girlsclub, Mädchen AG) , dem Sozialdienst katholischer Frauen (Mädchencafé „No Limits“) und der Stadt Hameln (Trickfilm AG) organisiert worden.

Bei der Abschlussveranstaltung im Regenbogen zeigen Cansu Gökdemir, Gözde Tatar, Michelle Ratz und Diana Vrinh (v. li.) noch einmal, wie sie sich gegenseitig gefilmt haben.

Foto: sto



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