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Umweltinstitut zu 90 Prozent sicher: Abdichtungsmittel für hohe 2-Butanonoxim-Werte verantwortlich

Luftmessungen im Rathaus gehen weiter

Hameln. Zwei Büros der vierten Etage des Hamelner Rathaus-Landbaus sind geräumt, die betroffenen Mitarbeiter haben in der Feuerwache an der Ruthenstraße ein neues Dienstdomizil gefunden. Für 30 weitere Verwaltungsangestellte werden noch externe Büroräume in Innenstadtlage gesucht, weil die Raumluft mit der krebserregenden Chemikalie 2-Butanonoxim belastet war. Inzwischen liegen der Stadt Teilergebnisse des mit den Messungen beauftragten Bremer Umweltinstitutes vor. Während die Grenzwerte in den beiden unverzüglich geräumten Büros erheblich überschritten waren und die Raumluft der übrigen Diensträume in der vierten Etage einen hohen Wert an 2-Butanonoxim aufwiesen, ist diese Chemikalie jetzt aus der Raumluft gänzlich verschwunden. Das wurde gestern aus der Verwaltung bekannt. „Zur Entwarnung besteht jedoch noch kein Anlass. Das wäre viel zu früh“, heißt es.

veröffentlicht am 05.12.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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In der kommenden Woche stünden weitere Messungen durch das Bremer Umweltinstitut an. Unter anderem werde in den Diensträumen auch nach flüchtigen Kohlenwasserstoffen gesucht, war zu erfahren. Die Ursache für den exorbitant hohen 2-Butanonoxim-Wert indes scheint gefunden. Nach Aussage der Bremer Experten seien die in der vierten Etage vor kurzem verarbeiteten Abdichtungsmittel „mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit“ Ursache der Raumluftbelastungen mit 2-Butanonoxim.

Ungeachtet dessen werden die Raumluftmessungen jedoch ausgeweitet. So sollen die sensiblen Prüfgeräte auch in Büros des Hochbaus aufgestellt werden. „Wir messen überall dort, wo Mitarbeiter angedeutet haben, dass etwas nicht in Ordnung ist, und über gesundheitliche Beeinträchtigungen klagen. Dem wird intensiv nachgegangen“, war aus dem Rathaus zu erfahren.

Unabhängig davon geht die Suche nach einer externen Bürofläche für die 30 Verwaltungsangestellten weiter, in deren Dienstzimmern die Raumluft ebenfalls durch 2-Butanonoxim belastet war. Vertreter der Stadt haben in den vergangenen Tagen Gespräche geführt und Räume in Augenschein genommen. Ein Mietvertrag allerdings ist noch nicht unterschrieben worden. „Das kann aber alles sehr schnell gehen. Wir wollen aber zunächst erst einmal abwarten, was die Messergebnisse ergeben“, erklärt die Stadt.



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