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Abriss des Gründerzeithauses hat begonnen / Bis Sommer 2017: 19 neue Wohnungen geplant

Lohstraße in Staub gehüllt

Hameln. Unnachgiebig fressen sich die Bagger durch die historische Fassade, sie hinterlassen eine klaffende Wunde. Der Abriss des Gründerzeithauses an der Loh- straße 35/36 hat begonnen. Wo sich jetzt Schuttberge stapeln, will die Volksbank ein modernes Gebäude mit Eigentumswohnungen errichten.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Die beiden Bagger sehen ein wenig aus, wie zwei hungrige Saurier, die sich nach und nach durch das Jahrhunderte alte Gebälk fressen. Immer wieder werden Teile heraus gerissen, mal kommt eine Tür, eine Badewanne oder sogar eine Kloschüssel zum Vorschein. Das Holz ächzt, knackt und gibt unter dem Druck der Bagger-Zähne schließlich nach.

Der Abriss des Gründerzeithauses an der Lohstraße 35/36 hat begonnen. Am Ende der ersten Abrissarbeiten kann man bis auf die Rückseite des Hauses blicken. Einige übrig gebliebene Deckenlampen samt Leuchtmittel sind zu erkennen, gelb und blau gestrichene Wände, die Duschkabine des Badezimmers hängt frei in der Luft. Die Lohstraße liegt unter einer feinen Staubschicht – und das, obwohl stetig ein Wasserstrahl auf die Abrissarbeiten gerichtet wird, um die Staubaufwirbelung möglichst gering zu halten.

Wo sich jetzt noch Schuttberge stapeln, will die Volksbank Hameln-Stadthagen ein modernes Gebäude mit Eigentumswohnungen errichten (wir berichteten). Bis dahin muss das Abrissunternehmen jedoch noch ganze Arbeit leisten. Zwei Wochen wird es laut der Arbeiter vor Ort etwa dauern, dann wurden beide Häuser dem Erdboden gleichgemacht. Seit 1895 hatte das Doppelmietshaus an der Lohstraße gestanden. Nun sind nur noch Reste vorhanden, der größte Teil liegt in Schutt.

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  • Bagger reißen die Fassade des Gründerzeithauses in der Lohstraße ein. Foto: sak
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  • In zwei Wochen soll von den Häusern nichts mehr übrig sein. Foto: sak
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  • Bauarbeiter befördern Schutt aus dem Inneren des Hauses. Foto: sak
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  • Eine große Wunde klafft in den Häusern. Foto: sak
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Laut eigener Aussage habe man bei der Volksbank durchaus überlegt, das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Die Räumlichkeiten seien jedoch unter anderem so stark renovierungsbedürftig gewesen, dass sie den Anforderungen des Wohnungsmarktes nicht mehr entsprachen. Bald sollen an der Lohstraße Wohnungen mit einer Fläche von 60, aber auch mit 145 Quadratmeter entstehen. Ein Penthouse ist laut der Volksbank auch schon vergeben.



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