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Kinder können sich Nachmittagsplätze an Grundschulen teilen

Lösung im Streit um Betreuung

Hameln (red). Durchbruch im Streit um die Nachmittagsbetreuung: Auch im Schuljahr 2013/2014 wird es möglich sein, Plätze tageweise zu buchen. Dieses Ergebnis hat die Stadt Hameln in Verhandlungen mit dem niedersächsischen Kultusministerium erzielt. „Wir sind sehr froh, den Eltern entgegenkommen zu können“, sagt Stadträtin Gaby Willamowius. Durch Platz-Sharing werde es auch weiterhin möglich sein, das Angebot einer größeren Zahl von Eltern bzw. deren Kindern zur Verfügung zu stellen. „Das deckt sich mit unserer familienpolitischen Zielsetzung“, betont die Stadträtin.

veröffentlicht am 01.02.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 17:41 Uhr

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Die Stadt hatte die Nachmittagsbetreuung im Jahr 2001 eingeführt. An insgesamt neun Grundschulen wird damit auch die Betreuung nach 13 Uhr sichergestellt. In diesem Schuljahr nutzen insgesamt 268 Kinder das Angebot. „Es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Stadt, auf die Familien dringend angewiesen sind“, erläutert Gaby Willamowius.

Bei einer Besichtigung habe das niedersächsische Kultusministerium darauf gedrängt, die bestehenden Betriebserlaubnisse für die Betreuungsgruppen einzuhalten. Danach sei Platz-Sharing ausgeschlossen, die Genehmigung lasse nur feste Gruppen für jeweils 20 Kinder zu, hieß es aus Hannover.

Im Dezember hatte die Verwaltung den Eltern in einem Schreiben mitgeteilt, dass das Angebot ab dem Schuljahr 2013/2014 nur noch für fünf volle Wochentage gebucht werden kann. Nach Angaben der Stadt nutzen derzeit manche Kinder die Betreuung nur an zwei, drei oder vier Tagen pro Woche. Einzelne Kinder sind nur an einem Wochentag dabei.

„Ich bin glücklich, dass es uns gelungen ist, in Gesprächen die Haltung des Ministeriums aufzuweichen“, sagt Gaby Willamowius. Die Lösung beinhalte, dass die Stadt neue Betriebserlaubnisse für die Betreuungsgruppen beantragen müsse. Das Ministerium habe bereits angekündigt, für bis zu vier Plätze je Gruppe Platz-Sharing zuzulassen.

Allerdings müssten, so das Ministerium, bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So sei es erforderlich, für die Betreuungskräfte zusätzliche Verfügungszeiten von 0,25 Stunden wöchentlich je Platz im Platz-Sharing anzubieten. „Wie wir die dadurch entstehenden Mehrkosten abfedern können, darüber werden wir mit der Politik beraten müssen“, kündigt Gaby Willamowius an.

Eltern von Grundschülern aus Klein Berkel hatten gegen die geplante Änderung protestiert und eine Unterschriftensammlung an die Stadt Hameln abgegeben (wir berichteten). Für sie ist das Okay aus Hannover ein besonderer Erfolg.

Die Grundschule Klein Berkel: Hier hatten Eltern gegen die geplante Neuregelung Unterschriften gesammelt.

Foto: Dana



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