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Alarm bei Vorwerk / Mitarbeiter bringen sich in Sicherheit

Löschanlage legt Produktion lahm

Hameln. Die Kohlendioxid-Löschanlage des Teppichherstellers Vorwerk an der Hamelner Kuhlmannstraße hat am Montagvormittag zeitweise die gesamte Produktion des Werks lahmgelegt. Zwei Stunden standen alle Bänder still. Ursache soll ein technischer Defekt gewesen sein.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 15:36 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Hameln. Die Kohlendioxid-Löschanlage des Teppichherstellers Vorwerk an der Hamelner Kuhlmannstraße hat am Montagvormittag zeitweise die gesamte Produktion des Werks lahmgelegt. Zwei Stunden standen alle Bänder still. 120 Frauen und Männer der Frühschicht hatten Zwangspause. Kurz von halb zehn wurde nach Angaben von Betriebsleiter Jürgen Zinke die Hälfte der Produktionsanlagen wieder hochgefahren. Um 10.30 Uhr lief der Betrieb dann nahezu reibungslos. Nur eine Maschine sei noch nicht wieder am Netz, sagte Zinke am Mittag. Die Höhe des Schadens, der durch den Produktionsausfall entstanden ist, lasse sich derzeit noch nicht beziffern, hieß es.

Die automatische Löschanlage habe dreimal hintereinander ausgelöst, erzählt Brandoberinspektor Thomas Breitkopf. Aus Düsen seien 1600 Kilogramm Kohlendioxid in die Beschichtungsanlage gesprüht worden. Das entspricht der Menge von 320 handelsüblichen 5-Kilo-Handlöschern. Ursache der Alarmauslösung sei ein technischer Defekt an einem Brandmelder gewesen, hieß es später. Zunächst war unklar, ob die Löschanlage durch ein Feuer in der zirka 30 Meter langen mit Metallplatten verkleideten Produktionsstrecke aktiviert worden war. In der Anlage werde der sogenannte Textilrücken auf die Rückseite des Teppichs aufgebracht, erklärt Zinke.

Gestern sprang die Brandmeldeanlage um 7.17 Uhr an. Rote Rundumleuchten und eine laute Sirene warnten die Mitarbeiter. Die Arbeiter sind für solche Fälle geschult – sie wissen, dass ihnen 30 Sekunden Zeit bleibt, um die Halle zu verlassen. Danach versprüht die Löschanlage 90 Sekunden lang das Sauerstoff verdrängende Gas.

Sämtliche Mitarbeiter brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Während am Sammelpunkt geprüft wurde, ob alle Arbeiter, die sich am Morgen zur Arbeit gemeldet hatten, da waren, rückten Feuerwehrfahrzeuge an. Ein Trupp rüstete sich mit schwerem Atemschutz aus, führte in der Halle Messungen durch und schaute vorsichtshalber nach, ob sich noch Personen im Gefahrenbereich aufhalten. Ein zweites Team erkundete später ebenfalls die Lage. Mit einer Wärmebildkamera habe man nach Hitzequellen gesucht, berichtet Einsatzleiter Breitkopf. „Ein Feuer haben wir nicht entdeckt.“ Dennoch wäre es durchaus möglich gewesen, dass es anfangs einen Brand gegeben hat, sagte der Brandoberinspektor. Die Löschanlage löste noch zwei weitere Male aus. Wieder wurde Löschgas versprüht. Ursache: unklar. „Ich habe schließlich die CO2-Zufuhr abriegeln lassen“, erzählt Thomas Breitkopf.

Spezialisten einer hinzugezogenen Fachfirma untersuchten schließlich den Schaden. „Kleine Ursache, große Wirkung“ – so fasste Betriebsleiter Zinke den Vorfall zusammen.

Bereits am Sonntagabend gegen 22 Uhr war die Feuerwehr zu dem Teppichwerk gerufen worden. Die Wachbereitschaft sowie der 3. und 4. Zug rückten an. Die Brandmeldeanlage sei durch einen Defekt an der Sprinkleranlage aktiviert worden, sagte Einsatzleiter Friedrich Wilhelm Thies. Aus einem kleinen Loch in einem Rohr sei Wasser getröpfelt. Der minimale Druckverlust war von einem automatischen Druckwächter angezeigt worden. Die Störung hatte keine Auswirkungen auf die Produktion.



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