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Revue mit Songs aus den 70ern – Sehnsucht und Erinnerungen inklusive

Lizenz zum Rocken

Hameln. Hotpants, Plateauschuhe und viel Nebel: Am 23. April kommt die Revue „Milestones of Rock“ nach Hameln und lässt die rockige Seite der 70er Jahre wieder aufleben. Wir haben vorab mit Produzent Uwe Müller über Rock, Glamour und Erinnerungen gesprochen.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Herr Müller, was erwartet die Zuschauer?

Die Zuschauer erwartet eine bunte Rockrevue mit dem Schwerpunkt 70er Jahre. Bands wie Led Zeppelin, Suzi Quattro, Kiss sind dabei – und das Ganze ist eine Revue, nicht nur ein Oldie-Konzert. Es gibt einen Moderator, der durch die Show führt, und die Sache ist bestuhlt. Das heißt aber nicht, dass nicht getanzt werden darf!

Es soll sogar Go-go-Girls und eine echte Harley Davidson auf der Bühne geben?

Ja, das ist wahr. Wir haben immer eine Harley Davidson dabei für zwei, drei Songs. Wir hoffen immer, dass die Feuerwehr mitspielt, weil das nicht ganz einfach ist mit Verbrennungsmotoren in Theatern und Stadthallen, aber bis jetzt waren uns alle immer sehr wohlgesonnen.

Warum gerade die Kracher der 70er?

Ich fand die ganz normalen Oldie-Konzerte langweilig. Ich hatte Lust auf eine echte Revue mit Ballett, Moderation und einer richtig coolen Band. Die 70er habe ich ausgewählt, weil ich auch ein bisschen Kind der 70er bin und ich damit groß geworden bin. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis rumhöre, sehnen sich viele danach, diese Musik mal wieder live zu hören. Das ist ja nicht mehr so oft der Fall.

Gibt es einen Song, bei dem Sie nichts auf dem Stuhl hält?

Oh, da gibt es viele. Ich bin ja nicht nur Produzent, sondern auch Schlagzeuger der Band. Ich spiele sehr gerne eine Nummer von Kiss, aber auch Led Zeppelin ist einer meiner Favoriten.

Welche Nummer von Kiss?

„I was made for lovin you“ ist ein absoluter Knaller, den macht unser Sänger auch besonders gut. Alwin Barg sieht auch so aus wie einer von Kiss: voll geschminkt wie damals – das macht sehr viel Spaß.

Kommen zu Ihrer Show hauptsächlich Leute, die die Zeit selbst miterlebt haben, oder auch jüngeres Publikum?

Es kommen überraschend viele jüngere Leute, muss ich sagen. Ursprünglich hatten wir die Zielgruppe 45 bis 70 Jahre im Auge, aber es hat sich rausgestellt, dass wir viele Zwanziger dabei haben, die richtig Spaß daran haben.

Was verbinden Sie abseits von Musik mit den 70er und 80er Jahren?

In dem Alter war alles offen, man konnte viel ausprobieren. Meiner Meinung nach gab es viel weniger Regeln als heute, eventuell war das Weltbild auch offener als heutzutage. Politisch war es eine schwierige Situation mit Osten und Westen, Atomwaffen, dies und das. Aber was die Jugend angeht, war es, glaube ich, eine ziemlich lockere, coole Zeit.

Die 70er waren auch die Zeit des Glamrock. Wie glamourös wird Ihre Revue?

Wir beschränken uns mehr auf den Hardrockbereich, Gary Glitter und so was, das ist eine andere Show.

Ihr Name ist bekannt im Zusammenhang mit dem „Weihnachtstraum“, dem „Sommernachtstraum“ oder dem „Aschenbrödel“-Musical, al- so melodischem Pop und einem weichen Sound. Was hat sie bewegt, so rockig zu werden?

Was die wenigsten wissen: Ich komme von der rockigen Schiene, das andere hat sich so ergeben. Aber ich bin von Kind an eigentlich mehr der Rocker. Und nicht der Popper (lacht). Aber dadurch, dass der Weihnachtstraum so bekannt geworden ist, bringen mich halt viele in Verbindung mit Balladen und eher weicher Musik und kennen meine andere Seite gar nicht. Ich freue mich darüber, dass ich mich auch mal anders präsentieren kann.

Sie arbeiten auch als Auftragskomponist. Bei welchem Auftrag würden sie Nein sagen?

Das ist eine fiese Frage. Ganz spontan: Alles, was mit rechtem Gedankengut in Zusammenhang steht, da würde ich sofort auflegen.

Und wenn Sie es sich aussuchen könnten: Für was würden Sie gerne mal Musik schreiben?

Für einen Walt-Disney-Zeichentrickfilm. Danach würde ich, glaube ich, die Tür zumachen und sagen: Das war’s.

Interview: Dorothee Balzereit

Tickets für „Milestones of Rock“ am Samstag, 23. April, in der Rattenfänger-Halle um 20 Uhr gibt es im Dewezet-

Ticketshop an der Osterstraße und bei der Ticketfabrik im Hefehof. Karten sind ab 36,40 Euro beziehungsweise 43,30 Euro erhältlich.

Mit Hotpants, Lederjacke und 70er-Friese: Die Go-Go-Girls unterstützen bei „Milestones of Rock“ das „Graf-Zeppelin-Orchester“.

pr



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