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Lippmann weist Griese zurecht und spricht von Sommertheater

veröffentlicht am 12.07.2009 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). In den Streit über das Hamelner Kanalnetz in der Innenstadt hat jetzt auch Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann eingegriffen. Sie könne die jüngsten Aussagen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Claudio Griese „überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt die Rathaus-Chefin und spricht von einem „politischen Sommertheater“, dem letztlich wenig Substanz zugrunde liege. Griese habe sich beim Thema Abwasser offensichtlich verrannt; nun fehle es ihm an Mut und Kraft, seinen Irrtum öffentlich einzuräumen und zurückzurudern.
 Da helfe es auch wenig, wenn er nun einen „Experten“ vorschiebe, der vor 25 beziehungsweise 15 Jahren im Auftrag der Stadt Kanalberechnungen vorgenommen habe. „Mit dem Wissen von vorgestern lassen sich Qualität und Leistungsfähigkeit des städtischen Kanalnetzes nicht beurteilen“, erklärt Lippmann. Die Glaubwürdigkeit des Ingenieurs sei schon allein dadurch erschüttert, dass weder der Feuerwehr noch den Versicherungen Überschwemmungsschäden in der Altstadt bekannt seien.
 Es sei nicht das erste Mal, dass Griese losrenne und Falschinformationen verbreite, sobald ihm irgendjemand etwas erzähle, statt zunächst mit den Spitzen der Verwaltung eventuelle Fragen zu klären, betont die Verwaltungschefin. „Das ist schlechter politischer Stil“, ärgert sich Lippmann. Grieses Verhalten zeige, dass es ihm gar nicht um die Sache gehe, sondern nur um unsachliche Angriffe auf Kosten der Rathausmitarbeiter.
 Das gelte auch für die Kritik an der Arbeit des städtischen Pressesprechers Thomas Wahmes. Er habe im Auftrag der Oberbürgermeisterin gehandelt und die Verwaltung in Schutz genommen. Von Ratspolitikern wie Claudio Griese erwarte sie, sich vor die Verwaltungsmitarbeiter zu stellen und diese zu unterstützen. 

 Erster Stadtrat und Baudezernent Eckhard Koss erinnert daran, dass der Rat – „übrigens auch mit den Stimmen der CDU“ – über Jahre hinweg und im großen Konsens immense Summen in das Kanalnetz gesteckt habe. Dieses Geld sei „hervorragend angelegt“, die städtische Kanalisation für die Zukunft „bestens gerüstet“. Koss: „Das lassen wir uns jetzt nicht von Herrn Griese zerreden.“
 



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