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Wilfried Binder (SPD) kritisiert Aden

Linsingen-Kaserne: „Geht es dem Stadtbaurat nur um den Abriss?

HAMELN. „Geht es dem Stadtbaurat nur um den Abriss?“ So fragt Wilfried Binder, der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, in Reaktion auf die jüngsten Äußerungen von Hermann Aden zum Erhalt von einem Teil der Linsingen-Kaserne.

veröffentlicht am 13.08.2018 um 13:58 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 18:40 Uhr

Ein Teil der Gebäude der Linsingen-Kaserne soll auf Wunsch des British German Clubs, der Ratsgruppe SPD/Linke/Grüne und der FDPnach Möglichkeit erhalten bleiben. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Der Stadtbaurat hatte zuletzt von einem „Blankoscheck“ gesprochen, den die Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau (GSW) brauche, wenn sie die drei zur Diskussion stehenden Kasernengebäude erhalten solle.

„Mit Begriffen wie ,Blankoscheck ausstellen‘ und ,Betrachtung der Wirtschaftlichkeit‘ wird von der Verwaltung ständig der Versuch unternommen, den Abriss zu begründen, aber Alternativen werden nicht gesucht“, schreibt Binder in einer Presseinfo. So habe die Verwaltung der Politik bislang nicht aufgezeigt, „unter welchen finanziellen Mehrbelastungen gegenüber der Ursprungsplanung der Erhalt von drei stadtteilprägenden Gebäuden“ auf dem Linsingen-Gelände zu realisieren sei. Daraus folgert Binder, dass die Stadtteilprägung und der Erhalt eines Stücks Stadtgeschichte „bei der Verwaltungsspitze keine Rolle“ spielten. Vielmehr solle „ohne konkrete Vorstellungen und Pläne für mögliche Nutzer (…) erst einmal alles plattgemacht werden“.

Ein Beispiel für „eine sinnvolle Nachnutzung von Gebäuden mit militärischem Hintergrund“ sieht Binder, selbst Bundeswehroffizier a.D., in der ehemaligen Scharnhorstkaserne. Dort befinden sich heute Gesundheitseinrichtungen und Wohnungen. Als weiteres Beispiel nennt er die Alte Feuerwache. „Es geht also, man muss nur den Mut zum Handeln aufbringen“, so Binder.

Die Zahlen für Abriss-, Sanierungs- und Neubaukosten pro Quadratmeter, welche die Stadt gegenüber der Dewezet genannt hatte, deutet der Ratspolitiker positiv. „Allein die Abrisskosten in beträchtlicher Summe (600 000 Euro; Anm. d. Red.) könnten bei Erhalt der Gebäude eingespart werden“, was für die GSW also „weniger Ausgaben“ bedeuten würde. „Von ,Blankoscheck ausstellen‘ und Mehrkosten gemäß Stadtbaurat keine Spur!“, befindet Binder.

Die Stadtverwaltung verwies zuletzt wiederholt auf den Umstand, dass nicht mehr die Stadt, sondern die GSW Eigentümerin des Linsingen-Geländes sei. Allerdings ist die GSW eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt. Deshalb „kann und sollte (die) Politik, wenn es notwendig wird, sehr wohl durch Gesellschafterbeschluss in das laufende Verfahren steuernd eingreifen“, um ohne Mehrkosten ein Stück Stadtgeschichte zu erhalten. Die Ratsgruppe SPD/Linke/Grüne hoffe „aber auf ein Umdenken der GSW zugunsten der Erhaltung der Gebäude, sodass dieses Verfahren nicht angewendet werden muss“.



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