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Kritik an Regierungsvorstoß

Linke fordert, Pfleger besser zu bezahlen

Hameln. Um den Mangel an Pflegekräften in Niedersachsen entgegenzutreten plant die Landesregierung, ausländische Pflegekräfte anzuwerben und die Zugangshürden zu einer Arbeitserlaubnis zu senken. Das sei der falsche Weg, sagt die Hamelner Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann, Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linken-Fraktion.

veröffentlicht am 02.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 08:21 Uhr

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„Sprachkompetenz ist der Schlüssel für eine gute Pflege“, sagt Krellmann. Mit dem niedersächsischen Sonderweg würden die Pflegestandards gesenkt und – so die Ansicht der Bundestagsabgeordneten – „die Finanzierungslücke im Gesundheitssystem auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten ausgetragen.“ Zwar sei es grundsätzlich zu begrüßen, den Zugang zu einem Arbeitsplatz in Deutschland zu vereinfachen, doch im Pflegebereich seien damit auch Anforderungen verbunden, man nicht einfach umgehen könne. Sie kritisiert: „Die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung in der Pflege sind katastrophal. Der Personalmangel ist zudem hausgemacht: Die Krankenhäuser sparen am Personal und der Leistungsdruck auf jede einzelne Pflegekraft ist enorm. Kein Wunder, dass ausgebildete Pflegekräfte schwer zu finden sind.“

Als mögliche Lösung (jedoch ohne einen konkreten Hinweis zur Finanzierung) schlägt sie eine deutlich höhere Bezahlung und eine deutlich verbesserte Personalbemessung (weniger Patienten pro Pflegekraft) vor, um den Beruf attraktiver zu machen. Bereits 2011 hatte die Linke die Praxis kritisiert, ausländische Pflegekräfte für einen Monatslohn von 1500 Euro einzustellen.red



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