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Investor will ehemalige Gaststätte abreißen und Wohnraum schaffen / Debatte im Ortsrat Halvestorf

Lichtblick für die „Sonnenhöhe“

Halvestorf. Die sonnigen Zeiten der ehemaligen Gaststätte „Sonnenhöhe“ am Trechterweg in Bannensiek sind schon lange vorbei. Und die Halvestorfer sind vom derzeitigen Zustand des Areals alles andere als begeistert. Nun scheint Abhilfe möglich, da der Eigentümer einen Investor gefunden hat, der dort eine neue Wohnbebauung errichten will. Doch die Stadtverwaltung und auch die Anwohner haben ihre Bedenken zu ersten Plänen angemeldet.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

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„Dort sind viele Dinge geschehen, und wir arbeiten seit Jahren daran, die Situation am Trechterweg in Bannensiek zu entschärfen“, erklärt Ortsbürgermeister Hartmut Binder (SPD). An dem Gebäude der früheren Gaststätte sei lange nichts passiert. „Wir haben mit dem Eigentümer oft nach neuen Wegen gesucht“, führte der Ortsbürgermeister aus. Nun habe der Besitzer wohl einen Investor aus der Wirtschaft gefunden, der das alte Gebäude abreißen und dort eine Lückenbebauung vornehmen wolle. Volker Mohr, Abteilungsleiter Planen und Bauen bei der Stadt, berichtet von einem ersten gemeinsamen Gespräch, bei dem ein Plan vorgestellt wurde. Danach will der Investor das Gebäude abreißen, um auf dem großen Grundstück direkt am Trechterweg zwei größere Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten und dahinter Richtung Feldmark vier kleine Wohnhäuser zu bauen, die durch eine Stichstraße erschlossen werden sollen. Das allerdings sieht Mohr als kritisch an, spricht auch von einer Verantwortung für das ganze Stadtgebiet, die bei der Ausweisung neuer Baugebiete berücksichtigt werden müsse. Seine Abteilung schlage vor, nur eine Bebauung direkt an der Straße zuzulassen, wo drei Wohnhäuser in zweigeschossiger Bauweise mit zwei Wohneinheiten entstehen könnten. „Die sollen in offener Bauweise errichtet werden und würden sich so den örtlichen Begebenheiten und Bauvorschriften anpassen. Dann hätten wir dort ein abgerundetes Bild“, bemerkt Mohr. Aber dazu müsste der Grundstücksbesitzer erst mal einen Bauantrag stellen. Wilfried Binder (SPD) merkte an, dass aufgrund der dortigen Höhenunterschiede auch zwei Geschosse schon wie ein Hochhaus wirken könnten. Außerdem müsse bei einem Abriss bedacht werden, dass eine Stützmauer zu einem darüber liegenden Grundstück errichtet werden müsse, um Schäden an dem dortigen Gebäude zu vermeiden.

Auch Anwohner hatten während der Ortsratssitzung Bedenken, was eine zweigeschossige Bauweise betrifft. Ortsratsmitglied Volker Brockmann (SPD) mahnt, den Investor nicht mit einer zu strengen Reglementierung abzuschrecken: „Sonst bleibt dort alles beim jetzigen Status quo.“ Die Meinung vertritt auch der Ortsbürgermeister: „Schließlich muss sich die Investition für den Interessenten auch lohnen. Und wir stehen in der Verantwortung, für unseren Ort auch weiterhin Wohnraum für etwa junge Familien anzubieten.“ Es gebe bislang zwei gegensätzliche Planungen für ein „Sahnegrundstück“ mit einem tollen Ausblick, die nun aufeinander abgestimmt werden müssten. „Dazu sind wohl noch ein paar Gespräche nötig, aber wir stehen ja auch erst am Anfang“, meint Hartmut Binder. tis

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