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Stadtwerke wollen LED-Technik auch in den Parkhäusern Bungelosenstraße und Kopmannshof einsetzen

Licht nur bei Bewegung

Hameln. Eine konkrete Planung gibt es noch nicht, denn es steht noch nicht fest, wie sich der Rathausplatz in Zukunft präsentieren wird. Kommt der Rathaus-Riegel – ein Anbau an das Verwaltungsgebäude parallel zum Kastanienwall – oder werden Lang- und Hochbau grundlegend saniert oder erfolgt ein Teilabriss (wir berichteten). Offene Fragen, die die Politik nach der Sommerpause fällen muss. Erst dann werden die Hamelner Stadtwerke, die seit 1991 die Parkhäuser der Rattenfängerstadt betreiben, in die Planung für eine nicht unerhebliche Modernisierung der unter dem Rathausplatz liegenden Tiefgarage eintreten und eine nicht unerhebliche, aber noch offene Summe investieren.

veröffentlicht am 11.08.2015 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

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Doch wie steht es um die anderen Parkhäuser in Hameln, um die Parkhäuser an Kopmannshof, der Rattenfängerhalle oder der „Torte“ an der Erichstraße? Muss der heimische Versorger auch in diese Garagen investieren? „Eine solch grundlegende Baumaßnahme wie für die Tiefgarage Rathausplatz ist für die anderen Parkanlagen der Stadtwerke nicht notwendig“, sagt Unternehmenssprecherin Natalie Schäfer. Während die Parkfläche unter dem Rathausplatz nicht nur barrierefrei, sondern heller, freundlicher und familiengerechter gestaltet werden soll, sind in den übrigen Parkhäusern lediglich kleinere kosmetische Eingriffe vorgesehen.

„In der Parkgarage Rattenfängerhalle ist 2013 ein Pilotprojekt für ein neues LED-Beleuchtungskonzept gestartet worden. Nach positiven Erfahrungen wird das neue Konzept nun auch in der Anwohner-Tiefgarage in der Bungelosen-straße und in der Parkgarage Kopmannshof umgesetzt“ heißt es bei den Stadtwerken. Mit der Umsetzung dieser Maßnahme solle noch in diesem Jahr begonnen werden.

Doch was macht dieses Beleuchtungssystem so besonders? „Dabei werden die bisherigen Leuchtstofflampen durch intelligente, energiesparende LED-Leuchten ersetzt. Darüber hinaus werden Sensoren in Form von Bewegungsmeldern installiert. Ein Präsenzmelder schaltet die Beleuchtung funkgesteuert nur dort von der voreingestellten Grundbeleuchtung auf die volle Leistung, wo sie benötigt wird“, erläutert Schäfer. Nur, wenn ein Fahrzeug durch das Parkhaus führe oder sich ein Fußgänger bewege, steigern die jeweils in der Umgebung angebrachten Leuchten ihre Helligkeit auf die maximale Leistung von 100 Prozent. Ohne Reaktion des Präsenzmelders leuchteten sie mit einer Dimmung von nur 50 Prozent und sparten damit Strom und Kosten. Außerdem überprüfe das System nach einer Minute automatisch, ob noch eine Bewegung zu verzeichnen ist. „Sollte nach fünf Minuten keine Begehung oder Befahrung mehr stattgefunden haben, wird die Lichtleistung entsprechend reduziert. So sinkt die aktive Beleuchtungszeit“, erklärt die Sprecherin. Für den Ein- und Ausfahrtbereich sei allerdings keine Dimmung vorgesehen.

„Durch das Zusammenspiel der Sensoren und der eingebauten LED-Leuchten konnten wir den Energieverbrauch im Parkhaus Rattenfängerhalle deutlich senken. Statt bisher einer Leuchtstofflampe mit 58 Watt Systemleistungsaufnahme wird für die aktive Beleuchtung jetzt nur noch eine LED-Leuchte mit 22 Watt im Grundbeleuchtungsmodus benötigt“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow über die gemachten Erfahrungen während des Pilotprojekts in der Parkgarage Rattenfängerhalle. Aufgrund des hohen Qualitätsstandards der LED-Technik werde selbst bei Volllast eine Lebensdauer von mehr als 50 000 Stunden erwartet, was die Instandhaltungskosten ebenfalls erheblich reduziere.

„Diese zukunftsweisende, Strom sparende und Betriebskosten senkende Lösung wollen wir nun zunächst auf die Tiefgarage in der Bungelosenstraße und die Parkgarage Kopmannshof übertragen. In der Parkgarage Rattenfängerhalle führte das neue Beleuchtungskonzept im ersten Jahr zu einer Energieeinsparung von rund 38 Prozent und einer Kostenreduzierung für die Beleuchtung um über 22 000 Euro auf rund 31 000 Euro“ rechnet Treptow vor. Die Investition der Stadtwerke in Höhe von rund 85 000 Euro – das Projekt ist mit 17 000 Euro durch das Forschungszentrum Jülich GmbH für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert worden – habe sich so nach nicht einmal vier Jahren amortisiert.



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