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Prof. Markolf Niemz referiert im Weserbergland-Zentrum / Veranstaltung ist Auftakt des Semesters an der Hochschule Weserbergland

Licht als zentraler Stoff und als Verbindung von Physik und Religion

Hameln (red). Zu einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung am Dienstag, 28. August, laden die Hochschule Weserbergland (HSW) sowie die Initiative „Kirche mischt sich ein“ in das Weserbergland-Zentrum Hameln ein. Für die HSW ist die Veranstaltung der Auftakt zu Beginn des neuen Semesters, mit dem die Erstsemester ihr Studium in Hameln beginnen, für die Initiative „Kirche mischt sich ein“ die Fortsetzung ihrer Veranstaltungsreihe zu politisch und gesellschaftlich interessierenden Fragestellungen.

veröffentlicht am 23.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:21 Uhr

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Gemeinsam laden die Veranstalter ein, sich mit einem Besuch dieser Veranstaltung nicht nur zu diesem aktuellen Thema zu informieren, sondern auch Einblicke zu gewinnen über die HSW als wichtige Bildungseinrichtung in der Weserstadt. Erstmals beteiligt sich die Initiative auch außerhalb von Gemeinderäumen der sie tragenden St.-Elisabeth-, Martin-Luther-, Johannis- sowie der Freikirchlichen Gemeinde an öffentlichen Veranstaltungen in der Stadt.

Referent des Abends ist Professor Dr. Markolf H. Niemz. Sein Thema: „Naturwissenschaft trifft auf Religion – Ein Physiker ,entschlüsselt die Ewigkeit“. Niemz ist Physiker und lehrt an der ältesten deutschen Universität in Heidelberg. Sein Spezialgebiet ist die Medizintechnik, die er als Institutsleiter vertritt, ein komplexes Forschungsthema zwischen Medizin, Physik, Biologie und Informatik. Aufsehen hat er vor einigen Jahren auch unter seinen Fachkollegen erregt, als er begann, sich in mehreren Büchern mit Themen wie Ewigkeit, dem Sterben und dem Verhältnis zur Religion zu beschäftigen.

Mit seinen Thesen stieß er dabei bei einem Teil seiner Fachkollegen auf heftigen Widerstand, deren Einstellung er ebenso als engstirnig bezeichnet wie die der Theologen, die behaupteten, die Erde sei tatsächlich in sieben Tagen entstanden. Sein Buch „Lucy mit c – Eine Reise durch Raum und Zeit“ schaffte es als erstes deutsches Sachbuch im Eigenverlag auf die Gong-Bestsellerliste.

Sein neuestes Buch „Bin ich, wenn ich nicht mehr bin“ wurde im Jahr 2011 veröffentlicht und ist eine Fortsetzung seiner Auseinandersetzung mit diesen Themen. Darin entwickelt er eine Denkweise, die zu neuen Antworten führt, indem er Erkenntnisse der Naturwissenschaft mit Spiritualität und Religion verknüpft. Seine Theorie basiert auf Naturwissenschaft, Sterbeforschung und eben auch Religion.

Das Ungewöhnliche ist dabei der Kontext, in den er die wichtigsten Botschaften der Evolutionstheorie, der Relativitätstheorie und der Quantentheorie stellt: Licht ist für ihn dabei der zentrale „Stoff“, der Physik und Religion miteinander verbindet, da für Licht nach den Erkenntnissen der Relativitätstheorie jede räumliche und zeitliche Distanz den Wert null hat. Niemz bietet damit ungewöhnliche Einblicke in die Ewigkeit und es gelingt ihm offenbar, menschliche Gewalt und Naturkatastrophen mit der Frage nach Gott zu vereinbaren.

Die Veranstaltung im Weserbergland-Zentrum Hameln beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Ausführungen von Markolf Niemz werden Prof. Dr. Volkmar Langer, der Präsident der HSW, sowie Manfred Klostermann von der Initiative „Kirche mischt sich ein“ die Diskussion leiten.

Danach besteht für die Zuhörer die Gelegenheit, Informationen sowohl mit dem Referenten als auch mit den Gästen auszutauschen über ein aktuelles Streitthema, das seit vielen Jahrzehnten immer wieder neuen Diskussionsstoff bietet. Die Initiative übrigens wird getragen vom Arbeitskreis Ökumene in der Hamelner Nordstadt und dem Ökumenischen Zentrum Hameln, mit dem die beteiligten Gemeinden offensiv an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen wollen.

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