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Marodes Hausboot soll in zwei Wochen geborgen werden

„Liberty“ im Mai an Land?

HAMELN. Mittlerweile liegt die ehemalige Kornschute schon fast drei Monate im Hamelner Hafen auf Grund. Ein Versuch, das 79 Jahre alte Boot aus dem Wasser zu bekommen, scheiterte bereits. Jetzt steht ein weiterer Bergungsversuch an. Am 6. Mai soll die „Liberty“ gehoben und anschließend an Land gehoben werden.

veröffentlicht am 21.04.2017 um 16:44 Uhr

Foto:Wal
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Ende Januar lief Wasser in die zuletzt als Wohnschiff genutzte „Liberty“. Das über 30 Tonnen schwere Hausboot versank im trüben Hafenwasser. Nur der Aufbau schaute noch aus den braunen Fluten. Klar ist, dass das 20 Meter lange Boot aus dem Hafen muss. Doch wann? Ein Versuch, das 79 Jahre alte Boot aus dem Wasser zu bekommen, scheiterte bereits. Wegen Rissen an einer Schweißnaht und in der Außenwand bestand die Gefahr, dass der Kahn auseinaderbrechen konnte. Jetzt steht der Termin der Bergung. Am 6. Mai soll die „Liberty“ gehoben und anschließend an Land gehoben werden. Auf den Termin haben sich Stadtverwaltung, Spezialisten vom Technischen Hilfswerk (THW) und ein Bergungsunternehmen verständigt, teilt eine Stadtsprecherin auf Anfrage der Dewezet mit.

Geplant war zuvor, das im Jahr 1938 gebaute Boot schon heute zu bergen. Doch der Termin musste abgeblasen werden. Dem Bergungsunternehmen stand nur ein Kran zur Verfügung, um die „Liberty“ an Land zu heben. Die Spezialisten werden das Schiff Anfang Mai mit zwei 100-Tonnen-Kränen anheben und über die Kaimauer an den ehemaligen Kampffmeyer-Mühlen absetzen. Dort soll es schließlich abgewrackt werden.

Zuvor werden Spezialisten im Technischen Hilfswerk reichlich zu tun bekommen. Die Helfer müssen zunächst Zehntausende Liter Weserwasser aus dem Schiffsrumpf pumpen. Tobias Tasler, Ortsbeauftragter des THW, rechnet damit, das Boot versteifen zu müssen, damit es auf der gut 300 Meter langen Wegstrecke nicht auseinanderbrechen kann. Mit zwei motorangetriebenen Pontons soll die „Liberty“ auf ihrer letzten Reise quer durch den Hafen gezogen werden.

Die Planung steht, nun muss noch der Pegelstand der Weser passen. Der muss mindestens zwei bis drei Zentimeter unterhalb der „Liberty“-Oberkante liegen. Sonst kann der Rumpf nicht leegepumpt werden, heißt es von der Stadt.

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