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Seine Tage sind gezählt: Aus regionalem Anbau ist der weiße Klassiker nur noch kurz zu haben

Letzte Chance für Blumenkohl

Die einen haben nur noch Grünkohl im Kopf, wenn es um den Speiseplan geht. Die anderen tischen noch mal ein Gemüse auf, dessen Tage jetzt gezählt sind: Blumenkohl von heimischen Feldern macht sich rar. Die letzten Köpfe des weißen Klassikers sind auf dem Wochenmarkt noch zu haben. Danach ist Schluss: Dann gibt’s den kalorienarmen, gesunden Kohl nicht mehr aus regionalem Anbau. Grund genug, noch einmal zuzugreifen.

veröffentlicht am 21.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

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Blumenkohl ist die beliebteste Kohlsorte hierzulande: Pro Haushalt wandern jährlich 2,28 Kilogramm dieses Gemüses in die Einkaufsbeutel. Da der Kohl sehr mild im Geschmack und besonders bekömmlich ist, mundet er nicht nur Groß und Klein, sondern ist auch ideal für Schonkost.

Ursprünglich stammt das weiße Gemüse aus Anatolien. Von dort aus trat es seinen Siegeszug in ganz Europa an und wird bei uns seit dem 16. Jahrhundert kultiviert. Auf knapp 4500 Hektar Fläche ist er heute in Deutschland zu finden: Die größten Anbaugebiete liegen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen. Besonders oft kommt er in Norddeutschland auf den Tisch: Über die Hälfte des gekauften Gemüses wird hier verzehrt. Übrigens: So schön weiß ist der Klassiker, weil sich seine Blätter schützend über die Blumenkohlröschen legen und so das Gemüse vor Sonnenstrahlen schützen. Dadurch kann sich kein Chlorophyll bilden und der Kohlkopf bleibt hell. Natürlich gibt es längst auch farbige Varianten, violette oder gar orangefarbene Exemplare. Und auch der besonders aromatische Romanesco mit seinen grünen, spitz zulaufenden Röschen erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Blumenkohl ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch gesund: Er enthält viele Ballaststoffe und Vitamin C. Je erntefrischer, desto mehr Inhaltsstoffe sind im Kohlkopf enthalten. Mit seinem hohen Wasseranteil und nur 23 Kalorien auf 100 Gramm ist der Kohl überdies sehr kalorienarm.

Bietet noch Blumenkohl aus eigenem Anbau an: Heinz Poock. kar

Wer den Kohlköpfen von heimischen Feldern jetzt noch eine letzte Chance geben, aber sie nicht gleich verarbeiten will, sollte die Blätter entfernen und den Kopf in Küchenpapier einschlagen, so hält er sich gut eine Woche im Kühlschrank. Blumenkohl schmeckt roh, gekocht, gedünstet oder angebraten. Er lässt sich zu Suppe, Püree oder Curry verarbeiten und ist überbacken ein Hit. „Vor allem lässt er sich schnell und einfach zubereiten“, lobt Heinz Poock vom gleichnamigen Kartoffelhof das gesunde Gemüse. Er bietet auf dem Markt noch Kohlköpfe aus eigenem Anbau an: „Aber nicht mehr lange“, sagt er. Denn spätestens Ende November ist für den weißen Klassiker auf heimischen Feldern Saisonende.

Ein sehr leckeres, vegetarisches Rezept ist Blumenkohl mit Käse überbacken. Dafür den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen. Eine große Auflaufform (oder mehrere Portionsauflaufformen) ausbuttern. Den Blumenkohl abbrausen, in kleine Röschen teilen und in Salzwasser etwa. 2 Minuten blanchieren. Abschrecken, gut abtropfen lassen und auf die Form (oder die Förmchen) verteilen. Die Butter mit dem Mehl in einem Topf aufschäumen, unter Rühren in die Brühe geben und dann die Milch einfließen lassen. Etwa 10 Minuten leicht sämig köcheln lassen, gelegentlich rühren. Mit Muskat und Salz würzen. Über den Blumenkohl gießen und mit dem Käse bestreuen. Im Ofen etwa 20 Minuten goldbraun überbacken.

Eine exotische Variante ist Blumenkohl-Curry. Neben Blumenkohl braucht man ungesalzene Cashewnüsse, Frühlingszwiebeln, Currypulver, Gemüsebrühe, Sahne, Erbsen, hellen Soßenbinder, Salz und Pfeffer. Die Cashewnüsse in einem Topf oder einer Pfanne mit Öl goldbraun anrösten, Currypulver, Frühlingszwiebeln und den in Röschen zerteilten Blumenkohl hinzugeben und nach Belieben und Geschmack mitrösten. Alles mit Sahne und Brühe ablöschen und etwa 8 Min. köcheln lassen. Die Erbsen und so viel Soßenbinder hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird. Dazu schmecken Reis, Baguette oder Süßkartoffeln und ein leichter, trockener Wein.

Vom Hamelner

Wochenmarkt berichtet Karin Rohr



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