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„Absolut unverantwortlich?“

Lesertelefon kreist um Weihnachtsmarkt, Stolperfallen und mehr

HAMELN. Mit den steigenden Corona-Zahlen bangt mancher um den Weihnachtsmarkt. Andere sehen in ihm vor allem eine Gefahr. Um diese und andere Fragen ging es am Dienstag am Lesertelefon.

veröffentlicht am 17.11.2021 um 09:00 Uhr

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Leserin Elke Blachnik aus Hameln hält es angesichts der steigenden Corona-Zahlen für „absolut unverantwortlich“, den Weihnachtsmarkt, wie derzeit geplant, stattfinden zu lassen. Die für sie einzige vorstellbare Alternative wäre im Bürgergarten „unter strengsten Auflagen“. Dazu Stadtsprecherin Janine Herrmann: „,Absolut unverantwortlich‘ ist ein Weihnachtsmarkt in der jetzt geplanten Form gewiss nicht.“ Die Stadt berücksichtige alle aktuell geltenden Vorgaben und bewegt sich exakt in dem Rahmen, den die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen setze. „Das bedeutet unter anderem, dass nur Besucherinnen und Besucher, die geimpft, genesen oder getestet sind, die Möglichkeit erhalten, an den Ständen Speisen und Getränke zu bestellen“, so Herrmann. „Würde man den Weihnachtsmarkt in einem eingezäunten Areal des Bürgergartens stattfinden lassen, würde es an der weihnachtlichen Atmosphäre fehlen.“

Die Hamelnerin Sabine Weidlich macht vor einem Privathaus am Reherweg eine gefährliche Stolperfalle für ältere Menschen aus: Wurzeln heben demnach den Gehweg stark an. Eine Anwohnerin würde abends extra Kerzen aufstellen, um auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen, weil sich die Eigentümer nicht darum kümmerten. Was tun? „Wir werden dem Fall nachgehen und uns die Situation vor Ort anschauen“, sagt die Stadtsprecherin. „Sollte sich die Situation so wie beschrieben darstellen, werden wir auf eine Lösung drängen.“ Da jeder Fall individuell zu prüfen sei, könnten dazu keine generellen Aussagen gemacht werden.

Heinz-Georg Schneider aus Hameln erinnert an eine Idee, die im Rahmen von „Hameln 2030“ geäußert wurde, wonach die Hamel ein Pfund sei, mit dem sich wuchern ließe, indem das Ufer zu einer Promenade umgestaltet würde. Was aus dieser Anregung geworden sei? „Die Hamel-Promenade aufzuwerten ist nur eine von vielen Ideen im Rahmen von ,Hameln 2030‘“, sagt die Sprecherin. „Es gab viele weitere Vorschläge, die priorisiert werden mussten. Aktuell steht die Neugestaltung des Weserufers an oberster Stelle.“

Leserin Marita Kalmbach-Ließ aus Hastenbeck hält den Standort für die Selbstbedienungsstelle der Sparkasse auf dem Edeka-Parkplatz in Afferde für denkbar schlecht gewählt. Vor dem Container bildeten sich teils längere Warteschlangen, sodass die Wartenden mitten auf der Fahrbahn des Parkplatzes stünden, was zu brenzligen Situationen durch den Parkplatz suchenden Autoverkehr führe. Christian Mrosek, Sprecher der Sparkasse Hameln-Weserbergland, verweist auf die besonderen Umstände, die zu solchen Warteschlangen führen können. „Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es eine übliche Masken- und Abstandspflicht im Selbstbedienungsbereich. Zur Einhaltung der Abstandspflicht dürfen sich nur zwei Personen gleichzeitig im Selbstbedienungsbereich aufhalten.“ Davon abgesehen sei die neue SB-Geschäftsstelle barrierefrei und insbesondere vom Parkplatz aus gut zu erreichen. „Insbesondere für Menschen, die sich nur eingeschränkt bewegen können, bietet sich auch eine sehr gute Erreichbarkeit mit dem Auto“, so Mrosek.

Leser Günter Uthe aus Groß Berkel beklagt eine Gefahrenstelle für Radfahrer, und zwar, wo der Radweg von Wangelist nach Hameln die kopfsteingepflasterte Ohrsche Landstraße kreuzt. Er sei dort gestürzt und habe sich verletzt. Der Grund sei das Laub auf dem Kopfsteinpflaster gewesen. Ob die Stadt diese Gefahrenstelle kurzfristig entschärfen möge? „Die Kollegen sind bereits tätig geworden“, teilt die Stadtsprecherin dazu mit. „Dort ist der Weg für Radler frei.“ Allerdings sei es Herbst, „da kommen nun mal Blätter runter, und da ist jeder Verkehrsteilnehmer auch aufgefordert, vorsichtig zu fahren“.

Ebenfalls um Laub geht es Kurt Dreyer aus Hameln. Er beklagt, dass der letzte Abfuhrtermin des Jahres für Grünschnitt in der Ohsener Straße Anfang November zu früh sei. Dann hinge das meiste Laub ja noch an den Bäumen. So bleibe er auf dem Laub sitzen. Sein Kofferraum böte kaum den nötigen Platz, um das Laub zum Entsorgungspark zu bringen. Sandra Lummitsch, die Sprecherin des für die Kreisabfallwirtschaft (KAW) zuständigen Landkreises Hameln-Pyrmont, sagt dazu: „Neben der Grünschnitt-Abfuhr kann Laub auch über die Biotonne oder den eigenen Kompost entsorgt werden sowie letztlich im Entsorgungspark.“ Darüber hinaus biete die KAW in Ergänzung zur Biotonne die Saison-Biotonne an. Mit Blick auf die Tourenplanungen könne es durchaus sein, dass die Termine als unpassend empfunden würden. Dies sei darauf zurückzuführen, dass ein Turnus kreisweit letztlich fünf Wochen dauere.



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