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Die Flutkatastrophe und weitere Themen beschäftigen die Dewezet-Leser

Lesertelefon: Große Sorge vor Hochwasser

HAMELN. Könnte eine Hochwasserkatastrophe wie im Westen Deutschlands auch das Weserbergland treffen? Nach den schockierenden Ereignissen stellen sich viele Menschen diese Frage, die am Dienstag auch Thema am Lesertelefon war.

veröffentlicht am 28.07.2021 um 06:00 Uhr

Jens Spickermann

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Da sich bei Starkregen sogar kleine Bäche zu reißenden Strömen entwickeln können, sorgt sich Peter Grohne aus Hameln um den Zustand der Hamel. An einigen Stellen, besonders am Restaurant Monopol, sei sie ziemlich zugewuchert. Er frage sich, ob der Wildwuchs nicht dazu führen könne, dass das Wasser sich dort staut, so Grohne. Die Stadt sieht hier jedoch kein Problem: „Die Stadthamel hat in Bezug auf das Abflussgeschehen bei Hochwasser nur eine nachgeordnete Bedeutung, da sie von der ‚eigentlichen‘ Hamel im Bereich des Marienthaler Wehres nur durch eine künstliche Rohrleitung und geregeltem Schieber gespeist wird“, so Stadtsprecherin Janine Herrmann. „Eine hydraulische Überlastung der Stadthamel kann letztendlich daher nur durch die Direkt-Anschlüsse des Oberflächenwassers erfolgen, was aber als sehr unwahrscheinlich anzusehen ist.“ Unabhängig davon werde der Bereich im Herbst geschnitten.

Auch Karl-Heinz Lege macht sich Gedanken über den Hochwasserschutz in der Stadt. Er frage sich, ob die bestehenden Schutzvorrichtungen angesichts des Klimawandels noch ausreichen, um das Klütviertel vor Überschwemmungen zu schützen. Er fürchte sich davor, dass sein Betrieb dort eines Tages einem Hochwasser zum Opfer fallen könnte, so Lege. Die Stadt versichert jedoch: „Im Klütviertel wird bei einem 100-jährigen Hochwasser in der Weser keine Wohnbebauung betroffen sein.“ Bei einem Extremhochwasser, das sich statistisch alle 650 Jahre ereigne, stünden aber weite Teile der Stadt unter Wasser. Im Falle von Starkregen würden zudem zwar die Pegel der kleinen Flüsse ansteigen. Starkregen bedinge „aber grundsätzlich kein Hochwasser in der Weser“. Hans Rosek aus Hameln kritisiert, dass auf der Wiese vor der Stadtmauer viel Unkraut wachse. Hier müsse die Stadt dringend etwas tun. „Die Fläche direkt vor der Stadtmauer ist in der Unterhaltung an einen externen Dienstleister vergeben. Ein nächster Unterhaltungsintervall steht demnächst an“, heißt es hierzu von der Stadt.

Über zu viel Grün beschwert sich auch Friedrich Schneider aus Hameln. Am Finkenborner Weg befänden sich stadtauswärts an einer Abzweigung zwei Bänke, von wo aus sich eigentlich eine gute Aussicht auf die Stadt bieten könne. Leider sei der Ort komplett verwachsen. Hier sollten die Sträucher mal zurückgeschnitten werden, meint er. Die Stadt verspricht auf Nachfrage in den kommenden Wochen tätig zu werden.

„Unvernünftig“ findet es Klaus Lamprecht aus Hameln, dass an der Pyrmonter Straße ein Schild, das auf die Sperrung der B 1 hinweist, teilweise von zwei Wahlplakaten verdeckt werde. Es sei doch sehr ungünstig, dass die Plakate ausgerechnet an dieser Stelle an einer Laterne angebracht worden sei. Der Außendienst werde prüfen, ob die Plakate dort hängen dürfen oder nicht – und die Parteien gegebenenfalls verpflichten, sie abzuhängen, so Herrmann.

Auch Christian Saß macht sich Gedanken über ein Verkehrsthema: Weil im Bereich der Wehrberger Warte der Fahrradweg verbreitert werden soll, ist die Straße derzeit gesperrt. Allerdings habe er noch keinerlei Bautätigkeiten beobachten können. Es könne sein, dass es bei dem beauftragten Dienstleister zu Verzögerungen komme, teilt Herrmann mit. Am Dienstag hätten dort aber schon erste Arbeiten stattgefunden.

Sieglinde Schulz aus Hameln regt sich darüber auf, dass die vier Fahrspuren der Deisterstraße auf zwei reduziert werden sollen. „Das ist ein total falscher Ansatz“ glaubt sie. Stattdessen müsse die Südumgehung müsse endlich vorangetrieben werden, fordert sie. Am besten solle auch direkt eine Nordumgehung gebaut werden.

Nachdem sie reibungslos ihre Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten hat, möchte sich Sabine Haacke bei der Praxis Tina Kutszsche in Emmerthal bedanken. Die Ärztin hatte 900 Dosen Biotech-Impfstoff übrig, der dringend verbraucht werden musste und führte deshalb an zwei Tagen eine Impfaktion für Jedermann durch. So habe sie ihre zweite Spritze früher erhalten – und der ganze Ablauf habe reibungslos geklappt, sagt Haacke.

Ein Lob aussprechen möchte auch Svenja Koch aus Bensen: Die Verkehrinseln in Hameln würden während der ganzen Vegetationsperiode schön blühen. Sobald eine Art verwelkt, würden schon andere Blumen Blüten treiben. Weil die gut durchdachte Bepflanzung zum Nachahmen anrege, möchte sie die Stadt bitten, den Pflanzplan – also eine Anleitung mit den Namen der verwendeten Arten – zu veröffentlichen. „Falls seitens Bürgerinnen und Bürgern Interesse an der genauen Pflanzliste besteht, können sie sich an stadtgruen@hameln.de wenden“, antwortet die Stadt. Für die Biodiversität seien aber natürlich möglichst viele verschiedene Arten in den Gärten gut.



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