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„Narrenfreiheit“ in der Fußgängerzone?

Lesertelefon: Beschwerde über Radfahrer in Bad Pyrmont

HAMELN/ BAD PYRMONT. Eigentlich ist die Pyrmonter Brunnenstraße tagsüber eine reine Fußgängerzone – trotzdem sieht Manfred Boeglen dort täglich unzählige Radfahrer durchfahren.

veröffentlicht am 06.06.2017 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 06.06.2017 um 21:33 Uhr

Michael Zimmermann

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Michael Zimmermann Volontär zur Autorenseite

„Es ist unvorstellbar“, sagt er. Vor allem Renn- und Elektroräder seien ein großes Problem. Es sei bereits einige Male zu Unfällen gekommen, bei denen Fußgänger schwer verletzt worden seien, sagt Boeglen. „Und sagt man dann etwas, wird man auch noch beschimpft.“ Er verstehe nicht, dass nicht einmal die Fahrradverleihe in der Kurstadt ihre Mieter auf die Regeln aufmerksam machten, schließlich spielten in der Brunnenstraße auch viele Kinder. Auf Anfrage beim Ordnungsamt sei ihm gesagt worden, dass für den fließenden Verkehr die Polizei zuständig sei. Diese verweist darauf, dass für umfassende Kontrollen das Personal fehle. Wenn er sich zusätzlich noch die viel zu schnell fahrenden Autofahrer an der Hauptallee und die vielen ungeahndeten Falschparker in der Stadt anschaue, bekomme er fast den Eindruck, dass in Bad Pyrmont „Narrenfreiheit“ herrsche, sagt Boeglen.

Unser Artikel „Lass die Natur mal machen: Wie aus einem Acker ein Garten wurde“ vom vergangenen Montag kam bei Katharina Hölterhoff aus Aerzen sehr gut an: Ihr eigener Garten sei weitgehend naturbelassen, mit vielen seltenen Gehölzen, Bäumen und Sträuchern. Auch im Sommer sorge sie dafür, dass Distelfinken, Goldammern und Buntspechte immer Futter und Wasser hätten. „Bis die Gräser und das Getreide körner haben, dauert es schließlich noch einige Zeit, und dann wird auch schon geerntet, da bleibt nicht viel für die Tiere übrig.“ Auch viele Käferarten seien in der Region kaum noch heimisch. Bei ihr sorgten seltene Vögel für Morgenkonzerte und Gute-Nacht-Gesänge. Sie benötige auch keine Gartengeräte mehr. „Man kann in seinem Garten so viel machen, dafür braucht man keinen Rasenmäher.“ Hecken schneiden komme bei ihr ebenfalls nicht infrage, schließlich brüteten dort viele Vögel. „Wir sind verpflichtet, der Natur etwas zurückzugeben“, findet Hölterhoff, die hofft, dass sich nach unserem Artikel einige Nachahmer finden, die die Natur ebenfalls „machen lassen.“

Die Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) aus Hameln ist Deutschlands Schule des Jahres 2017. Darüber freut sich auch Ingrid Ziegler aus Salzhemmendorf. Allerdings habe sie noch ausführlichere Berichterstattung in unserer Zeitung vermisst. „Dass es eine Berufsschule ist, die unter nicht immer einfachen Bedingungen in so vielen Bereichen hervorragende Arbeit leistet“, sei schon außergewöhnlich, findet sie. In der allgemeinen Berichterstattung kämen sonst nur Gymnasien vor, deshalb wäre die Auszeichung ein guter Anlass gewesen, die ESS einmal intensiver zu würdigen, zum Beispiel mit einem Interview mit der Schulleiterin Gisela Grimme.



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