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Stadt will sich einschalten

Leser stößt auf illegal entsorgten Müll

HAMELN. Illegal abgeladener Müll hat Anwohner Hartmut Ahlbrecht dieser Tage den Telefonhörer in die Hand nehmen lassen. So sehr ärgerte er sich über den riesigen Haufen Müll, den er ausgerechnet am Waldrand des Klüts, also gewissermaßen mitten in der Natur, feststellen musste. Dazu komme: Drei Tage später lag der Müll immer noch da. Also der Griff zum Telefon für den Anruf in der „Kümmerer“-Redaktion der Dewezet.

veröffentlicht am 06.08.2018 um 13:39 Uhr
aktualisiert am 07.08.2018 um 13:50 Uhr

Die illegal entsorgte Müllladung erinnert ein wenig an die Überreste einer Wohnungsauflösung. Foto: H. Ahlbrecht/pr
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die Fotos, die Ahlbrecht von dem Müll gemacht hat, sprechen Bände. Randvolle Müllsäcke, mit Unrat vollgestopfte Einkaufstüten und kaputtes Mobiliar – die Ladung erinnert an die Überreste einer Wohnungsauflösung. Abgeladen wurde der Müll an der Kuhwiese am Rande des Finkenborner Weges, wo es zum Ruschenbrink geht. „Wenn nie einer was sagt, dann ändert sich ja nie etwas“, sagt Ahlbrecht über die Motivation seines Anrufs.

Auf Anfrage bei der Stadt Hameln heißt es aus dem Rathaus: „Wir kümmern uns!“, so Stadtsprecher Thomas Wahmes. „Wir nehmen das in die Hand.“ Entweder der Betriebshof oder die Kreisabfallwirtschaft, je nach Zuständigkeit, werde in nächster Zeit den Müll einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen. Wahmes selbst könne sich „nur wundern, dass es Menschen gibt, die meinen, ihren Müll, ihren Sperrmüll oder andere Abfälle in der freien Natur abladen zu können“. Umweltbewusstsein, so Wahmes, sei bei denen „wohl nicht vorhanden“.

Dabei, führt der Sprecher aus, müssten die Übeltäter durchaus mit rechtlichen Folgen rechnen. Denn die Stadt und – wenn es sich nicht um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat handelt – auch die Polizei gingen solchen Umweltvergehen nach und versuchten, den Verursacher solcher „Verschandelung der Umwelt“ ausfindig zu machen. Dafür sind die Ordnungskräfte auf Zeugen angewiesen. Manchmal hinterließen die illegalen Müllentsorger in ihrer Arglosigkeit jedoch auch Hinweise in ihren Hinterlassenschaften, welche das Ordnungsamt oder eben die Polizei dann auf die Spur der Täter bringen. Dann ist zumindest mit einem Bußgeld zu rechnen. „Schließlich ist das kein Kavaliersdelikt, wenn jemand auf Kosten der Allgemeinheit, also des Steuerzahlers, illegal seinen Müll entsorgt“, sagt Wahmes im Hinblick auf die entstehenden Kosten.

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