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Startschuss zur Zentralisierung / Auch Gynäkologie und Plastische Chirurgie umgezogen

Leonie heißt das erste Baby im neuen Kreißsaal

Hameln. Es ging auch ohne den obligatorischen Klaps auf den Po. Die kleine Leonie Rogoll ist das erste Kind, das in der neuen Geburtslandschaft im Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont das Licht der Welt erblickt hat. Vorangegangen war der letzte große Umzug von der Wilhelmstraße in Richtung Weser für die Kliniken der Gynäkologie und Plastischen und Ästhetischen Chirurgie.

veröffentlicht am 02.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Peter F. Wilhelm
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In fast 300 Umzugskartons und fünf rappelvollen Lkw-Ladungen musste die Ausstattung der beiden Kliniken verstaut und sicher ins neue Sana-Klinikum gebracht werden. Dr. Tina Schade war zuständig für diese generalstabsmäßig geplante Aktion. „Der Umzug hat richtig gut geklappt, alle Beteiligten haben mich super unterstützt“, so die verantwortliche Ärztin erleichtert nach der Mammutaktion. Auch ihr Chef, Dr. Thomas Noesselt, ist als Leiter der Frauenklinik begeistert: „Immerhin musste Frau Dr. Schade darauf achten, dass bis zur letzten Sekunde eine Versorgung der Patientinnen in beiden Häusern möglich blieb.“

Für die Mutter der kleinen Leonie, Anja Rogoll (25) aus Dörpe, waren diese Überlegungen nicht von Bedeutung. Sie wusste schon vom betreuenden Frauenarzt, dass sie wohl zu den ersten gebärenden Frauen in den neuen Räumen gehören würde. Auch Ehemann Matthias (29) fand diesen Gedanken wichtig. Immerhin hatten beide so die Gewissheit, dass auch die Kinderklinik im selben Gebäude ist und im Fall der Fälle schnell reagiert werden könnte. „Das war einer der Gründe, uns für Hameln zu entscheiden“, erläutern sie.

Anja Rogoll hatte rund zwölf Stunden lang Wehen und ist erstaunlich fit. Matthias hat dagegen schon deutlich gegen den Schlaf zu kämpfen; er hat seit 24 Stunden kein Auge zubekommen. „Alle haben sich auch um mein Wohlbefinden gekümmert“, so der junge Vater. Noesselt betont, wie wichtig es sei, dass die Geburtshilfe im Rahmen des Perinatalzentrums und der integrativen Wochenpflege die Mütter und Neugeborenen von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die Wochenbettzeit kompetent betreue und so auch auf Frühgeburten oder Notfälle extrem schnell reagieren könne.

„Doch diese Situationen sind glücklicherweise die Ausnahme“, so Noesselt. „Täglich jedoch kommt unsere neue Geburtskonzeption zum Tragen. Drei Säulen bilden das Konzept: An erster Stelle steht die Sicherheit. Mit dem in den Kreißsaalbereich integrierten eigenen OP für Kaiserschnitte und der ständigen Anwesenheit von Anästhesisten, Kinderärzten und Gynäkologen können wir diese Sicherheit ständig gewährleisten. Im Rahmen der Integrativen Wochenpflege ist eine Betreuung durch alle beteiligten Berufsgruppen aus einem Guss gegeben, und die dritte und möglicherweise mit die wichtigste Säule ist die Möglichkeit für die Mutter, sich aus einem Topf an Möglichkeiten individuell ihre bevorzugte Geburtsmethode herauszusuchen.“ Dazu hat das Klinikum die Kreißsäle mit einer Geburtslandschaft ausgestattet, bei der allein das multifunktionelle Kreißbett bereits 10 000 Euro gekostet hat. Aber auch die Geburt auf einem speziellen Sofa oder auf der Bodenzone ist ebenso problemlos möglich wie in der Geburtswanne.

Umgezogen sind auch die Gynäkologie, die gynäkologischen Ambulanzen und die Gynäkologische Onkologie.. Verblieben ist vorläufig in der Wilhelmstraße jedoch die Senologische Ambulanz (Brustambulanz), da für deren spezielle technische Ausstattung noch Umbauten notwendig sind. Im Rahmen des Brustzentrums ist die bereits inhaltlich erfolgreiche Verbindung zur Klinik für Hämatologie und Onkologie mit der Gynäkologischen Onkologie jetzt auch personell und räumlich enger geworden. Ebenfalls Teil des Brustzentrums ist die komplett im neuen Klinikum untergebrachte Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Chefarzt Dr. Sixtus Allert betont, dass die Zentralisierung nicht allein die Zusammenarbeit im Brustzentrum, sondern auch die fachübergreifende Versorgung der Patienten durch alle in Frage kommenden Kliniken fördere.

Chefarzt Dr. Thomas Noesselt freut sich gemeinsam mit den Eltern Anja und Matthias Rogoll sowie Hebamme Svenja Hanke und Hebammenschülerin Friederike Lohne über die Geburt der kleinen Leonie als erstem Kind im neuen Kreißsaal.

Hier der neue Warteraum – ein Schiffsmodell drückt die Nähe zur Weser aus.



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