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Zwei Firmen arbeiten in Sommerferien am Schulzentrum Nord

Leiser Start für 30-Millionen-Projekt

HAMELN. Mit Ferienbeginn fällt auch der Startschuss für den Um- und Neubau des Schulzentrums Nord. Es ist Hamelns derzeit größte Baustelle. Rund 30 Millionen Euro will die Stadt in den Umbau von Integrierter Gesamtschule (IGS) und Albert-Einstein-Gymnasium investieren. Ein ergänzender Neubau soll die beiden Schulen später verbinden und zusätzlichen Platzbedarf abdecken. Die Planer der Stadt rechnen damit, dass es nun etwa vier Jahre lang kracht und staubt in der Hamelner Nordstadt.

veröffentlicht am 23.06.2017 um 16:19 Uhr

Dort, wo Jürgen Giesecke-Michelmann jetzt steht, befindet sich der spätere Haupteingang des Schulzentrums. Der Projektleiter zeigt, wo sich später die sogenannte Magistrale befinden wird. Foto: ll
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Vor dem Haupteingang der IGS am Einsiedlerbach ist ein kleines Containerdorf entstanden. Hier haben die Verantwortlichen für den Bau vorübergehend ihre Büros eingerichtet. Auch Jürgen Giesecke-Michelmann hat seinen Arbeitsplatz im Hamelner Rathaus weitestgehend geräumt. Er nutzt jetzt einen Schreibtisch im Container. Giesecke-Michelmann ist der Ansprechpartner für die Großbaustellen der Stadt Hameln, arbeitet für die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt. Er ist der Projektleiter für das Schulzentrum Nord und erklärt, dass die Bauarbeiten in den Sommerferien wohl weniger dreckig und laut über die Bühne gehen werden als man gemeinhin annehmen mag.

Denn erst einmal sind zwei Unternehmen auf der Baustelle tätig. Eines, das für Rohbauarbeiten zuständig ist. Die andere Spezialfirma kümmert sich um die Schadstoffbeseitigung. „Dabei wird erst mal vorsichtig, mit Sorgfalt und Akribie vorgegangen“, sagt Giesecke-Michelmann.

Im intern als „Trakt B“ bezeichneten Gebäudeteil der IGS gibt es neben „massiven Brandschutzproblemen“, wie es der Projektleiter ausdrückt, auch Belastungen durch Asbest. Der sei „gebunden“ und im bisherigen Schulbetrieb nicht gefährlich gewesen, habe in einer sanierten Schule nun aber nichts mehr zu suchen. Bis Herbst soll die Schadstoffsanierung abgeschlossen sein. In den Herbstferien beginne dann in „Trakt B“ der Abbruch.

Die Versorgungsleitungen liegen schon in der Erde. Sie sind für den Neubau nötig. Foto: ll
  • Die Versorgungsleitungen liegen schon in der Erde. Sie sind für den Neubau nötig. Foto: ll
Sieht aus wie Müll, ist aber keiner: Die Holzschreibtische ziehen bloß um. Foto: ll
  • Sieht aus wie Müll, ist aber keiner: Die Holzschreibtische ziehen bloß um. Foto: ll
Bauarbeiter vermessen auf dem Schulhof den richtigen Standort. Fünf weitere Klassenräume befinden sich nach den Ferien in Containern. Foto: ll
  • Bauarbeiter vermessen auf dem Schulhof den richtigen Standort. Fünf weitere Klassenräume befinden sich nach den Ferien in Containern. Foto: ll
Foto: ll
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Die Versorgungsleitungen liegen schon in der Erde. Sie sind für den Neubau nötig. Foto: ll
Sieht aus wie Müll, ist aber keiner: Die Holzschreibtische ziehen bloß um. Foto: ll
Bauarbeiter vermessen auf dem Schulhof den richtigen Standort. Fünf weitere Klassenräume befinden sich nach den Ferien in Containern. Foto: ll
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Das Gebäude wird komplett entkernt, außer einem Skelett aus Stahlbeton wird vom jetzigen Gebäude nicht viel übrig bleiben. „Erst dann wird es hier richtig krachen“, sagt Giesecke-Michelmann. Die Baugrube für den Neubau soll in diesen Ferien noch ausgehoben sein, damit die Rohbauarbeiten noch im dritten Quartal starten können.

Die Arbeiten am Schulzentrum werden auch während des laufenden Schulbetriebs fortgesetzt. Operation am offenen Herzen. Doch die Arbeiten seien so abgestimmt, dass es keine größeren Beeinträchtigungen für Schüler und Lehrer geben soll. Damit Unterricht und Baustelle sich nicht in die Quere kommen, werden nach den Ferien auch fünf Klassen umziehen müssen. Für sie werden gerade Container auf dem Schulhof aufgebaut. Für voraussichtlich zwei Jahre soll dieses Provisorium stehenbleiben. Sind alle Arbeiten einmal abgeschlossen, wird eine sogenannte Magistrale die bestehende IGS, das Gymnasium und den Neubau architektonisch verbinden: ein langer, breiter Flur mit großer Sichtweite.

Die Stadt plant, dass das Schulzentrum Ende 2020 eingeweiht werden kann. Eventualitäten einer Großbaustelle sind da noch nicht eingerechnet: Wenn Firmen zwischenzeitlich etwa Insolvenz anmelden oder widrige Wetterlage dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung macht.

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