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Diskussion um Weiternutzung

Lehrschwimmbecken noch zu retten?

Neubau, Kernsanierung oder Mitnutzung des Hallenbades am Einsiedlerbach, das waren die Vorschläge bei der Sitzung des Bau- und des Schulausschusses des Landkreises. Dem Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule wäre eine Kernsanierung am liebsten.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 17:09 Uhr

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Ernst August Wolf Reporter
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HAMELN. Was Maren Seligmann von der Verwaltung mitzuteilen hatte, war wenig ermutigend: „Eine Dekontamination des Legionellenbefalls im System der Wasseraufbereitung des Schwimmbeckens in der Albert-Schweitzer-Schule ist weder thermisch noch chemisch und auch nicht mechanisch möglich.“ Ein Trost: im Bereich des Beckens selbst seien keine Legionellen vorhanden, und es seien auch keine Krankheitsfälle berichtet worden.

Was also wird aus dem Lehrschwimmbecken der Albert-Schweitzer-Schule? So lautete das Thema der gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Schulausschusses des Kreises. „Im Bereich des Schwimmbeckens der Schule ist dringend eine Kernsanierung notwendig“, berichtete Schulleiter Norbert Lichtenberg, der den Ausschussmitgliedern.

Es gäbe kaum eine Alternative zum Erhalt des Beckens, erklärte der Schulleiter. Der entsprechende Erlass sähe zwingend die Pflicht zum Schwimmunterricht für die Klassen eins bis 12 vor. Gerade für Mehrfachbehinderte sei die Einrichtung unersetzbar. „Organisatorisch ist ein Ausweichen ins Einsiedlerbad nicht zu machen“, kritisierte der Schulleiter. Das sei weder sinnvoll in ein Unterrichtskonzept einzupassen, noch sei etwa für die Erstklässler der Weg zumutbar.

Nicht ohne Stolz verwies Lichtenberg auf die Vielzahl der „Seepferdchen“-Abzeichen, die die Schüler in der vorhandenen Anlage abgelegt hätten. Allenfalls für größere Schüler sei ein Ausweichen ins Einsiedlerbad zumutbar.

Eine neue Grundsatzentscheidung sei notwendig, so die Verwaltung. „Die Technik des Schwimmbades ist veraltet“, so Maren Seligmann. „Und zwar so sehr, dass auch keine relevanten Ersatzteile mehr aus den Markt verfügbar sind.“ Zudem gäbe es auch diverse Leckagen im Schwimmbecken wie auch im Leitungssystem. „Der Verfall schreitet weiter fort“, bedauerte die Vertreterin der Verwaltung.

Gleichwohl sei eine allgemeine Schwimmtherapie aus sozialen, pädagogischen und körperlichen Notwendigkeiten dringend erforderlich, befanden die Ausschussmitglieder, da es in Hameln kein allgemein zugängliches Bad mit Therapieschwimmbecken gäbe. Dabei böten sich konkret drei Lösungen an, fasste die Schulausschussvorsitzende Ursula Körtner zusammen: zum einem die Kernsanierung des Altbaus, dann ein Neubau auf dem Grundstück der Linsingen-Kaserne in Kooperation mit der Elisabeth-Selbert-Schule sowie zum dritten die Beteiligung am neuen Bäderkonzept der Stadt mit Nutzung des Schwimmbades am Einsiedlerbach. „Welche Lösung würde Ihnen am besten gefallen?“, fragte Körtner Lichtenberg.

Wenn eine Kernsanierung machbar sei, dann die, erwiderte der Schulleiter, der sich aber auch mit einer Kooperation mit der Elisabeth-Selbert-Schule in einem Neubau anfreunden konnte.

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