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Revue über Buddy Holly reißt Hamelner von den Sitzen / Partystimmung in der Rattenfänger-Halle

Legenden leben in den Herzen der Menschen

Hameln. Revival-Shows liegen im Trend. Nicht nur die ABBA-Nacht, die schon mehrfach in Hameln zu sehen war, auch die Buddy-Holly-Revue fand ihr begeistertes Publikum. Trotz etlicher leerer Stuhlreihen genossen die Spätfünfziger und Mittsechziger einen Abend voller musikalischer Erinnerungen, schwelgten Damen in Petticoat-Träumen und stellte so manch graumelierter Senior fest: „Verdammt lang her.“

veröffentlicht am 09.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:21 Uhr

Ließ die Rattenfänger-Halle kochen: „Buddy“ –

Autor:

Ernst August Wolf
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Was die Tanz- und Gesangstruppe um Espen Nowacki als Buddy Holly auf die Bühne zauberte, infizierte nach kurzer Inkubationszeit das sonst eher begeisterungsresistente Hamelner Publikum mit dem Rock’n’Roll-Virus. Mit gewohnt britischem Akzent moderierte kein Geringerer als „Mr. Pumpernickel“, Chris Howland, von der Großbildleinwand herab die Stationen von Buddy Hollys kurzer, aber spektakulärer Karriere – von den Anfängen im verschlafenen texanischen Kleinstädtchen Lubbock bis hin zum Auftritt in der legendären Ed-Sullivan-Show.

Nur wenige Jahre blieben dem Mann mit der schwarzen Brille, die aber reichten, um zur Legende zu werden. „Buddy – Die Legende kehrt zurück!“ Ein etwas zu reißerischer Untertitel für einen Revue-Abend von höchster handwerklicher Professionalität, so die glänzende Choreografie von Mario Mariano, mitreißend umgesetzt vom in Tanz und Backgroundgesang schlichtweg exzellenten Damen-Trio Jenny Knoop, Marta Di Giulio und Samantha Turton. Auch stimmlich riss Mariano nicht nur mit „La Bamba“, sondern auch als Little Richard und Ritchie Valens die Hamelner von den Plätzen. Dirk Lorenz als Big Bopper und Eddie Cochran, trotz Körperfülle ein Bewegungstalent, brachten mit Texashut und 50er-Jahre-Mikro den Saal einmal mehr zum Kochen.

Geburtsstunde des Rock’n’Roll

Hit folgte auf Hit: „Oh Boy“, „Lolly Pop“, „Heartbeat“ und – best of all – die unsterbliche „Peggy Sue“. Da quäkte, wenngleich ohne die unvergleichliche Mickymaus-Stimme, Jenny Knoop als Wanda Jackson ihr „Let’s have a party“ und stimmte Dirk Lorenz Big Boppers „Chantilly Lace“ an, feierten die Musiker der 80er die Geburtsstunden des Rock’n’Roll Mitte der 50er. Mal mit dem Schwenken von Feuerzeugen, mal mit fetzig-rockigen Dauerklatscheinlagen gab sich das Publikum Erinnerungen hin.

Legenden brauchen nicht zurückzukehren, leben sie doch in den Herzen der Menschen fort – ab und an aber muss die Erinnerung an sie aufpoliert werden. Am besten so wie an diesem fantastischen Buddy-Holly-Abend in der Hamelner Rattenfänger-Halle.

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