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Neuer Lebensmittelmarkt immer unwahrscheinlicher

Leerstand im Hottenbergsfeld: Keine Lösung in Sicht

HAMELN. Dass sich bislang niemand gefunden hat, der nach der Aldi-Schließung im Hottenbergsfeld weiter einen Lebensmitteleinzelhandel betreiben will, macht Ortsvorsteher Jobst-Werner Brüggemann unzufrieden. Resignieren will er dennoch nicht.

veröffentlicht am 12.08.2018 um 11:13 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 10:20 Uhr

Was passiert mit dem Ex-Aldi-Markt am Hottenbergsfeld? Ein Banner von einem kürzlich stattgefundenen Sonderverkauf hängt noch über der Eingangstür. Foto: dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Brüggemann hadert: Die weitgehend verkorkste Ernte dieses extrem trockenen Sommers ist das eine, was den Landwirt nachdenklich macht. Als Ortsvorsteher von Rohrsen sorgt sich Brüggemann aber auch um die Nahversorgung vor Ort. „Ich würde mich riesig freuen, wenn dort wieder ein Einzelhandel hinkäme“, sagt Brüggemann. Den Standort im Hottenbergsfeld, vor den Toren der Stadt, hält der Ortsvorsteher nach wie vor für „ideal“; warum sich Aldi zurückgezogen hat, kann Brüggemann nicht nachvollziehen. Denn: Erst kürzlich habe es einen Sonderverkauf im Hottenbergsfeld gegeben. „Sie können sich nicht vorstellen, was da los war“, meint er. Eines seiner weiteren Argumente: Mit einem Lebensmittelhandel im Hottenbergsfeld würde auch weniger Verkehr durch die Kernstadt rollen. Erst am Freitag habe Brüggemann noch einmal bei der Grundstücksverwaltung von Aldi Nord nachgefragt, wie denn nun der aktuelle Stand der Planung sei. Die Antwort sei für ihn ernüchternd gewesen: „Aldi wird definitiv nicht wieder öffnen“, bekam er zu hören, berichtet der CDU-Ratsherr.

Bemühungen der Stadt Hameln, wieder einen Nahversorger für das Hottenbergsfeld zu finden, sind „bislang gescheitert“, bestätigt Stadtsprecher Thomas Wahmes. Deshalb habe die Ratspolitik einer Bebauungsplanänderung grundsätzlich zugestimmt, die neben dem Nahversorger auch andere gewerbliche Nutzungen zulassen würde.

Denn zunächst war unter anderem die Rede davon, dass ein benachbartes Gewerbeunternehmen das Aldi-Grundstück samt Gebäude nachnutzen wollte. Zum Stand der Verhandlungen mit potenziellen Interessenten erteilt das Rathaus keine Auskünfte und verweist auf Aldi als Ansprechpartner.

Doch dem Vernehmen nach soll das Unternehmen die ursprünglich angedachten Pläne bereits wieder verworfen haben. Das bestätigt auch Brüggemann. Im Gespräch mit Eigentümer Aldi sei dem Ortsvorsteher gesagt worden, dass man aktuell weiterhin Mieter oder Käufer für das Areal am Hottenbergsfeld suche.

Die Chancen, eine Handelskette zu finden, die nach der Aldi-Schließung wieder Lebensmittel verkauft, schwinden aber auch aus Brüggemanns Sicht: „Aldi macht uns da keine großen Hoffnungen“, sagt er.

Mein Standpunkt
Lars Lindhorst
Von Lars Lindhorst

Es ist schwer, zu glauben, dass sich ein großer Handelskonzern mit dem Verkauf oder der Verpachtung der eigenen Immobilie selbst Konkurrenz vor der Haustür schafft. Eine nachvollziehbare Strategie. Für Anwohner des Hottenbergsfelds, aus Rohrsen oder auch Hilligsfeld bedeutet das längere Einkaufsfahrten. Fraglich ist, ob sie die nicht ohnehin schon in Kauf nehmen.



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