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Was sich Hamelns Politik und Verwaltung für das neue Jahr vornehmen sollten

Lauter gute Vorsätze

Hameln. Abnehmen, mehr Sport treiben, das Rauchen sein lassen: Es ist die Zeit der guten Vorsätze. Und warum sollten sich nicht auch Hamelns Politik und Verwaltung das eine oder andere vornehmen. Wir hätten da ein paar Vorschläge.

veröffentlicht am 02.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Mut zum Sparen! Städtische Schulden sind abstrakt, Kürzungen jedoch konkret spürbar – also lebt mancher offenbar lieber mit dem einen als mit dem anderen. Langfristig kann das keine Perspektive sein. In den kommenden Jahren wird die Stadt – will sie nicht von ihren Belastungen erdrückt werden – mit einem Zurückfahren der öffentlichen Leistungen klarkommen müssen. Denn merke: Je später die Einschnitte kommen, desto schmerzhafter dürften sie eines Tages ausfallen.

Ideen sprechen lassen! Schon wieder ein Wahlkampf – oder eigentlich: sogar gleich zwei. Am 25. Mai wählt Hameln nicht nur das EU-Parlament, sondern auch einen neuen Oberbürgermeister. SPD-Kandidat Ralf Wilde und CDU-Kandidat Claudio Griese sind die Favoriten. Hoffen wir auf einen Wahlkampf der Ideen und Konzepte. Einen Wahlkampf, der von Antworten auf die großen Zukunftsfragen bestimmt wird: von Themen wie Schulden und Schulen, von Britenabzug und Familienzuzug, von demografischem Wandel und wirtschaftlichem Potenzial. Fragen hingegen wie jene, wo ein potenzieller neuer OB seinen Wohnsitz hat, dürften für Hamelns Zukunft keine Rolle spielen.

Transparent bleiben! Auch wenn in den Nebenstraßen in diesem Jahr noch die Bagger rollen: Das Großprojekt Fußgängerzonen-Sanierung hat Hameln so gut wie abgearbeitet. Doch so hübsch das neue Pflaster auch sein mag, es erinnert auch an ein Fiasko in Sachen Bürgerbeteiligung. Ein Mangel an Information und Möglichkeiten zur Mitsprache führte zu Frust. Bei der gewaltigen Herausforderung Britenabzug hat die Stadt nun Gelegenheit, es besser zu machen. Auch hier wäre fatal, wenn etwa der Eindruck entstünde, die Grundstücke würden „hinter verschlossener Tür“ an den „Erstbesten verschachert“. Im Juni des vergangenen Jahres bat die Stadt zu einer ersten Bürgerversammlung zum Thema. Die Richtung stimmt.

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Besser zusammenarbeiten! Landkreis und Stadt müssen zwangsläufig kooperieren. Im alltäglichen Verwaltungsgeschäft wie auch dann, wenn es um große Zukunftsfragen geht, wie etwa um die Schullandschaft in Stadt und Kreis. Doch obwohl an die Spitzen beider Verwaltungen in den vergangenen Jahren Kandidaten derselben Partei, der SPD nämlich, gewählt wurden: Zwischen Rat- und Kreishaus knirscht es immer wieder gewaltig. Das wurde zuletzt etwa deutlich, als sich Landrat Tjark Bartels das Thema Schulträgerschaft vornahm. Dabei sollten doch eine intensivere Zusammenarbeit und eine Verschlankung der Bürokratie in Zeiten leerer Kassen ganz weit oben auf der Agenda beider Häuser stehen …

Feste feiern! Eine Stadt braucht Volksfeste. Sie setzen Höhepunkte für Einheimische, locken Abgewanderte für einige Tage zurück in die Heimat, bringen Massen von Besuchern in die Stadt und Geld in die Kassen. Hameln hat über Jahre – vom Glühwein-Trinken auf dem Weihnachtsmarkt einmal abgesehen – auf große Partys verzichtet. Im vergangenen Jahr bewiesen die Hamelner, dass sie feiern können. Das Fazit: Zugabe! Und der sollte die kleine Streiterei um die Sondernutzungsgebühr auch nicht mehr lange im Weg stehen.

Den Fluss nicht vergessen! Hameln ist mit diesem Phänomen nicht allein: Über Jahrhunderte wurde an den Fluss gesetzt, was Wasser braucht oder anderswo stört: Industrie, Hafen, Gefängnis. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Neben dem Rattenfänger ist die Weser das Pfund, mit dem Hameln touristisch wuchern kann. Doch in der Stadt liegt hier noch so manches brach: Hafen und Campingplatz bieten, so ließe sich höflich formulieren, noch „viel Potenzial“. Die alte Eisenbahnbrücke verfällt. Der wachsenden Zahl von Wohnmobil-Touristen könnte Hameln sicherlich mehr bieten, als einen Parkplatz im Industriegebiet. Und zum Flanieren am Ufer lädt Hameln Touristen bisher kaum ein. Ideen, Initiative und Investoren sind gefragt.



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