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Wer seinen Urlaub früh bucht, kann sparen – aber nicht immer da, wo er denkt

Last-Minute oder Early Bird?

Hameln. Wenn es darum geht, Kunden im grauen Winter so richtig Lust auf den Sommerurlaub zu machen, werden Reiseveranstalter kreativ. Es werden Rabatte und Extraleistungen versprochen. Doch lohnt es sich, schon jetzt den Sommerurlaub zu buchen? Oder sollte man lieber auf die Preissenkung bei Last-Minute vertrauen?

veröffentlicht am 03.02.2016 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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„Jetzt buchen und bis zu 200 Euro sparen“, „Ihr Urlaub – jetzt 40 Prozent billiger“, „Früh buchen und jetzt schon träumen“. Wenn es darum geht, Kunden im grauen Winter so richtig Lust auf den Sommerurlaub zu machen, werden Reiseveranstalter aktiv und vor allem kreativ. Es werden satte Rabatte und Extraleistungen versprochen. Bilder von weißen Stränden, glitzerndem Meer und hohen Palmen sollen buchungs- und vor allem zahlungsfreudige Kunden in die Reisebüros locken. Doch lohnt es sich tatsächlich, schon jetzt den Sommerurlaub zu buchen? Gibt es den Frühbucherrabatt wirklich? Oder sollte man lieber auf die Preissenkung bei Last-Minute vertrauen?

„Rückwirkend hat sich gezeigt, dass Last-Minute in den letzten Jahren immer etwas teurer war“, sagt Arzu Banu Katircioglu, Büroleiterin des Thomas Cook Reisebüros in der Stadtgalerie Hameln. Man könne aber nicht vorhersagen, ob es auch in diesem Jahr so sein wird. Im letzten Moment an den Flughafen zu fahren und mit gepackten Koffern spontan zu entscheiden, wohin die Reise geht, kann also durchaus ins Geld gehen. Auch Andrea Zielonka vom first-Reisebüro am Markt bestätigt, dass sich durch Frühbucherrabatte sparen lässt. „Bei den Hotelkosten bis zu 12 Prozent“, sagt Zielonka. Auch bei Schiffsreisen seien noch Einsparungen möglich.

Je weiter die Reise,

desto früher sollte man buchen

Aber: „Natürlich gibt es auch immer eine Gegenseite: Wenn Veranstalter sich kurzfristig entscheiden, ein Reiseziel besonders zu pushen, kann es sein, dass Angebote auftauchen, die es noch nicht gab, als der Reisekatalog gedruckt wurde“, erklärt Zielonka. Und: „Verschiedene Veranstalter haben verschiedene Fristen, zu denen die Frühbucheraktionen laufen“, erklärt Zielonka. Die erste „Sparwelle“ ist bereits durch. Eine abgespeckte Version läuft laut Zielonka noch bis zum 29. Februar.

Früh planen und sparen ist also nicht immer ein leeres Versprechen. „Den Frühbucherrabatt gibt es wirklich“, bestätigt Katircioglu. Aber: „Manche Kunden denken, dass es diesen Rabatt auf den kompletten Reisepreis gibt. Das stimmt nicht. Den Rabatt bezieht sich meist nur auf die Unterkunft für den Urlaub“, erklärt die Thomas Cook Büroleiterin. „Oder zum Beispiel darauf, dass es für mitreisende Kinder Vergünstigungen gibt“, sagt Katircioglu. Die Kinderfestpreise nennt auch Zielonka als klaren Vorteil für Frühbucher. Grundsätzlich seien die Frühbucherangebote ohnehin besonders für Familien geeignet.

Mit dem Frühbucherrabatt „belohnen“ Reiseveranstalter die Kunden, die sich schon frühzeitig auf ein Reiseziel festlegen. Immerhin wollen auch die Veranstalter eine Planungssicherheit haben. Das Motto „Je später desto billiger“ stimmt in den meisten Fällen nicht. Gerade wenn das Reiseziel weit entfernt liegt – zum Beispiel die USA – sollte möglichst früh mit der Planung und Buchung begonnen werden. Für Fernstrecken wie diese wird eine Vorlaufzeit von etwa vier Monaten zwischen Buchung und Abreisetermin empfohlen. Wer also im Juni in die Karibik fliegen möchte, sollte sich jetzt beeilen. Wer innerhalb von Europa reisen möchte, kann die Buchung etwas entspannter angehen. Hier werden laut dem Reisevergleichsportal kayak.de etwa zwei bis drei Monate Vorlaufzeit empfohlen.

Einen Vorteil, den Frühbucher gegenüber Last-Minute-Urlaubern haben, ist die Auswahl. Denn wer sich erst eine Woche vor Flugbeginn entscheidet, wohin die Reise denn gehen soll, muss das nehmen, was noch da ist. „Daher ist Last-Minute eher für Menschen geeignet, die flexibel sind, wenn es ums Zielgebiet und Reisezeit geht“, erklärt die Büroleiterin des first-Reisebüros.

Als aktuelle Reisetrends 2016 zeichnen sich laut Katircioglu derzeit Spanien und Griechenland ab. „Griechenland ist wieder im Kommen“, sagt die Büroleiterin. Das Spanien Anwärter auf das beliebteste Urlaubsland 2016 ist, bestätigt auch Zielonka. „Aufgrund der jüngsten Entwicklungen sind Tunesien, Marokko, Ägypten und die Türkei weniger gefragt. Die Leute zieht es eher in sichere Gebiete“, sagt Zielonka.

INFO

Wer auf die Ferien angewiesen ist...

… sollte schauen, ob er nicht von einem Flughafen in einem Nachbarbundesland abfliegen kann, in dem gerade keine Ferien sind. Die Flüge sind dann manchmal günstiger.

... sollte verschiedene Flugpreise online vergleichen oder sich im Reisebüro beraten lassen.

... sollte die Flugpreise über mehrere Tage beobachten: die Ticketpreise ändern sich nahezu täglich.

... sollte überlegen, ob er vielleicht auch dahin fliegen möchte, wo wahrscheinlich viel los ist. Hier kann gespart werden. Das liegt vor allem an den Rabatten, die die Veranstalter bei den Hoteliers aufgrund der großen Kontingente, die sie kaufen, bekommen.



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