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Dünge-Sperrfrist endete am 1. Februar

Landwirte warten auf festere Böden

HAMELN-PYRMONT. Am 1. Februar endete die in der Düngeverordnung sogenannte Sperrfrist zum Ausbringen von stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln in der Landwirtschaft. Tatsächlich Gebrauch machen von dieser Möglichkeit können Landwirte im Landkreis Hameln-Pyrmont derzeit allerdings wohl nur in Ausnahmenfällen.

veröffentlicht am 04.02.2018 um 13:29 Uhr

Wegen des anhaltenden Regens können die landwirtschaftlichen Maschinen zur Düngeausbringung zurzeit noch nicht auf die Felder. Foto: Wil/PR

Autor:

Gabriele Müller
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Aufgrund der regenreichen letzten Wochen und Monate lassen sich im Moment nur wenige Felder mit landwirtschaftlichen Maschinen überhaupt befahren. Landwirte sehnten deshalb den vorhergesagten Kälteeinbruch herbei, der dann den Boden möglicherweise verfestigen könnte.

Unter Einhaltung von speziellen Bedingungen bietet es nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auch Vorteile, „die Tragfähigkeit nachts gefrorener Böden ausnutzen, wenn die Flächen im Tagesverlauf aufgrund positiver Temperaturen in den Nachmittagsstunden oberflächig auftauen und die ausgebrachten Düngemittel vom Boden aufgenommen werden können“.

Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Landvolkes, bittet für diesen Fall schon jetzt alle Nichtlandwirte, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um ihr Verständnis: „Wir Landwirte werden uns große Mühe geben, kurzfristige Behinderungen oder Verschmutzungen von Fahrbahnen, aber auch Geruchsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wissen aber auch, dass diese in den meisten Fällen nicht gänzlich zu vermeiden sind.“

Meyer hofft darauf, dass Menschen, die sich besonders daran stören, den direkten Kontakt mit den Landwirten suchen. „Ich kenne keinen einzigen Berufskollegen, der seine Ohren verschließt, wenn jemand mit einem vertretbaren Anliegen auf einen zukommt“, erklärt der Landvolk-Vorsitzende und fügt hinzu: „Oftmals lässt sich im persönlichen Gespräch bereits etwas an den Umständen ändern.“

Dass Felder oder Gärten überhaupt gedüngt werden müssen, darauf verweist Meyer, sei gerade jetzt besonders wichtig, um den Böden notwendige Nährstoffe zuzuführen, die schließlich das Wachstum der Arten auf natürlichem Wege unterstützen.

„Das Ziel der Düngung ist es, gute Ernteergebnisse zu erzielen und damit Supermärkten qualitativ gute Lebensmittel zu fairen Preisen aus der heimischen Region anbieten zu können.“

Wann es mit dem Düngen in diesem Jahr losgehen kann, steht und fällt mit den Niederschlägen der nächsten Zeit. Sollte es mit dem Regen so weitergehen wie bisher, befürchtet Meyer, könne 2018 ein „echtes Krisenjahr“ werden.

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