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Justiz überlastet? / Verfahren gegen Abnehmerin Sabine W. soll in Revision gehen

Landgericht verschiebt Prozess gegen Heroin-Lieferanten

Hameln. Es war einer der größten Drogenfälle im Landkreis Hameln-Pyrmont: Kiloweise hatte die Hamelnerin Sabine W. harte Drogen verkauft. Insgesamt zehn Kilogramm reines Heroin für 440 000 Euro soll sie von einem Lieferanten angekauft haben – Ermittler fanden im vergangenen Juni etwa 2,3 Kilogramm Stoff in ihrer Wohnung. Ende Januar war die 46-Jährige daher vom Landgericht Hannover zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten verurteilt worden – nach einem Geständnis. Doch nun wurde Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt, das bestätigte das Landgericht Hannover.

veröffentlicht am 16.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

Autor:

von andrea tiedemann
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Ob die Revision überhaupt zugelassen wird und wann der Termin sein wird, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Auch, warum das Verfahren in die nächste Instanz gehen soll, ist bislang unklar. Denn Sabine W., die auch wegen Drogenhandels einschlägig vorbestraft war, hatte durch „erhebliche Aufklärungshilfe“ im Prozess, wie die Vorsitzende Richterin Monika Thiele damals sagte, ein recht mildes Urteil erlangt – die Hamelnerin hätte auch eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren treffen können.

Unterdessen wurde der Prozess gegen Dejwar S., den Lieferanten von Sabine W, überraschend verschoben. Der 28-Jährige soll von November 2013 bis Juni 2014 in Hameln in acht Fällen Heroin im Kilobereich an Sabine W. veräußert haben. Das Landgericht Hannover hatte für diesen Prozess Sitzungstermine am 7., 9. und 13. April angesetzt – und auch in der Presseankündigung aufgeführt. Auf Nachfrage bestätigte das Gericht, dass die Termine nun aber wieder aufgehoben worden seien. Die offizielle Begründung dazu heißt „Geschäftslage der Kammer“, also Überlastung des Gerichts.

Der Prozess gegen Dejwar S. war mit Spannung erwartet worden, weil Sabine W. dann vermutlich als Zeugin gegen ihren Lieferanten hätte aussagen müssen. Käme es wirklich dazu, wäre sie verpflichtet, die Wahrheit zu sagen.



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