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Vielleicht doch lieber kein Beton?

Landesbehörde will Gestaltung der Verkehrsinseln überdenken

HAMELN. Hui an der Bundesstraße B217, an der Erichstraße, am Fort Luise, pfui – oder zumindest weniger hui – an vielen anderen Stellen: An erst genannten Ecken der Stadt leuchten zurzeit die Frühblüher prächtig, strahlt bei Sonnenschein an zwei anderen Beton. Vor einigen Monaten hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Grünzeug den Kampf angesagt und die Verkehrsinseln an der B1/Werkstraße und an der B83/Talstraße betoniert. Die Diskussion rund um die Sensibilisierung fürs Insektensterben führt in derselben Behörde offenbar zu einem Umdenken.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 16:01 Uhr

Nicht schön, aber vermeintlich pflegeleichter: das Kopfsteinpflaster der Verkehrsinsel an der Kreuzung Talstraße/B83 wurde im vergangenen Jahr durch eine geschlossene Betondecke ersetzt – was weder schöner noch umweltfreundlicher ist. Foto: bha
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Markus Brockmann, Leiter der Behörde, findet die Blühstreifen, die die Stadt Hameln hat anlegen lassen „spannend“. Mit seinem Team möchte er doch noch einmal in Klausur gehen und überlegen: „Was geht denn alternativ statt Beton, das sowohl den Belangen der Pflege als auch denen der Umwelt und Insekten gerecht wird?“ Denn die „gärtnerische Leistung“, die mit Grün- oder Blühpflanzen einhergeht, „können wir nicht leisten“, sagt Brockmann über die begrenzten Kapazitäten bei Personal und Geld. Und ganz ohne Pflege kommen die Verkehrsinseln nicht aus – auch jetzt offenbar nicht, denn, natürlich, bahnen sich Gräser und Kollegen auch jetzt ihren Weg, dem Beton zum Trotz und an ihm vorbei. „Es gibt keine Methode, mit der man dem Kraut Herr wird“, fasst Brockmann die Erfahrungen zusammen. Interessant ist in seinen Augen das Konzept der Bepflanzung, das die Stadt am Kastanienwall/Erichstraße umgesetzt hat – „mit Substrat, relativ pflegeleicht“. Ob allerdings Brockmanns leise Überlegung Anklang in der Bevölkerung oder bei Unternehmen findet, Paten für die Bepflanzung zu suchen, ist fraglich. Geld aus Steuermitteln vom Land oder Bund gebe es jedenfalls nicht dafür, macht er klar. Und auch für die laufende Unterhaltung müsste eine Lösung gefunden werden.

...gepflegt werden müssen die Verkehrsinseln aus Beton trotzdem. Foto: Dana


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