weather-image
23°

Oberst a. D. berät Verwaltung zum Britenabzug / Geld für Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt

Land will Stadt unter die Arme greifen

Hameln (HW). Hinter den Kulissen bereitet sich die Stadt Hameln bereits intensiv auf den Anzug der Briten vor. Am Donnerstag weilten Vertreter der Verwaltung im niedersächsischen Innenministerium, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wir haben in den Konversionsprozess eingewiesen und die Förderung für eine Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt“, erklärte Paul Bacher gestern auf Anfrage. Der Oberst a. D. ist Konversionsbeauftragter der Landesregierung und steht den niedersächsischen Kommunen für Beratungen zur Verfügung. „Die Stadt Hameln ist auf einem guten Weg“, sagte Bacher, ohne weitere Details nennen zu wollen.

veröffentlicht am 11.01.2013 um 19:30 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 20:41 Uhr

270_008_6098696_hm114_Dana_1201.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Es war ein zweites Abstimmungsgespräch, um den weiteren Ablauf und den organisatorischen Rahmen zu besprechen. Offen und konstruktiv“, bestätigte Volker Mohr, der die Interessen der Rattenfängerstadt im Innenministerium vertrat. Bacher habe die Gründung einer Lenkungsgruppe empfohlen. „Aber das hatten wir ohnehin vorgesehen. Wir sind auf dem aktuellen Stand“, so der Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Hamelner Rathaus nach seiner Rückkehr aus Hannover. Die bislang gewonnenen Erkenntnisse sollen laut Mohr nun in den Stadtentwicklungsplan einfließen. Den will die Verwaltung am 24. Januar während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung präsentieren. „Um Politik und Öffentlichkeit darzulegen, wie wir den Prozess einleiten wollen“, erklärte der Fachbereichsleiter.

Der Abzug der britischen Streitkräfte hat teils erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Kommunen in Niedersachsen. „Die Landesregierung wird deshalb ihr Möglichstes tun, um den betroffenen Standortkommunen zu helfen“, betont der Sprecher des zuständigen Innenministeriums, Frank Rasche. Dazu sei bereits ein Aktionsplan verabschiedet worden. Dieses Papier habe zum Ziel, die betroffenen Kommunen über alle in Betracht kommenden Fördermöglichkeiten zu informieren, Ansprechpartner in den einzelnen Ressorts zu benennen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und damit den Kommunen bei den anstehenden Konversionsmaßnahmen Hilfestellung zu geben.

Zur Unterstützung betroffener Standortkommunen stelle das Land Niedersachsen für die Finanzierung von Bestandsaufnahmen, Rahmenplänen, Umnutzungsgutachten und integrierten Entwicklungskonzepten Haushaltsmittel in Höhe von etwa 700 000 Euro bereit. Laut Bacher entfielen aus diesem Topf für die Stadt Hameln etwa 30 000 Euro, um beispielsweise die avisierte Machbarkeitsstudie finanzieren zu können.

Darüber hinaus hat die Landesregierung einen interministeriellen Arbeitskreis (IMAK) „Konversion“ eingerichtet. „Dieser besteht unter Federführung des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport aus Vertretern des Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, des Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz, des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie des Finanzministeriums, den betroffenen Standortkommunen und -landkreisen, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, den britischen Streitkräften, der Bundeswehr und der Wehrverwaltung“, erläutert Rasche. Der Arbeitskreis habe die Aufgabe, die betroffenen Kommunen durch Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Ebenen (Kommunen, Landesverwaltung und Bundesverwaltung) zu unterstützen und insbesondere Fördermöglichkeiten für die betroffenen Standortkommunen zu prüfen.

Die Stadt Hameln bereitet sich auf den Abzug der Briten vor – am 24. Januar will die Verwaltung Politik und Öffentlichkeit über das Prozedere informieren.

Foto: Dana



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?