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Fünf Polizeieinsätze an der Walkemühle in sechs Monaten

Lärm-Streit: Anwohner gegen „Freiraum“

Hameln (jch). Schreiende Gäste vor der Tür, Müll, der in die Hamel geworfen wird und ein Spielplatz, der von nächtlichen Besuchern stark verdreckt zurückgelassen wird. Außerdem Lärm durch regelmäßige Konzerte.

veröffentlicht am 04.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

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So lautet die Beschwerde eines Anwohners der Walkemühle, in dem seit gut einem Jahr der Verein „Freiraum Hameln“ zu Hause ist.

Er habe sich nach vielfachen Beschwerden bei Polizei und Ordnungsamt nun an die Zeitung gewandt, da die Zustände unerträglich seien. In einem Brief an die Stadt, dem auch eine Unterschriftenliste anderer Anwohner beiliegt, fordert er das Ordnungsamt auf, gegen die Lärmbelästigung vorzugehen.

Seitens der Polizei sieht die Sache mit den Ruhestörungen an der Walkemühle deutlich weniger dramatisch aus. „Im vergangenen halben Jahr hat es insgesamt fünf Einsätze wegen Ruhestörungen gegeben. In einem Fall mussten die Kollegen noch mal wiederkommen, aber dann war Ruhe“, erklärt Jörn Schedlitzki, Sprecher der Hamelner Polizei. Auch wegen einer geklauten Westerngitarre wurde die Polizei an der Walkemühle tätig.

„Wichtig ist, dass alle Beschwerden auch an die Polizei gemeldet werden“, so Schedlitzki weiter. Nur so könne man sich ein Lagebild verschaffen und dann entsprechend tätig werden. Bisher habe sich immer ein und derselbe Anwohner gemeldet, um eine Anzeige aufzugeben.

„Unsere Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren mehrfach vor Ort und haben die Lautstärke überprüft“, erklärt Anja Sprich, Pressesprecherin im Hamelner Rathaus. Ansonsten seien der Stadt aber die Hände gebunden. „Wir können auch nicht bei jeder Veranstaltung einen Mitarbeiter zur Kontrolle abstellen“, so Sprich weiter. Trotzdem werde man auch weiterhin die Walkemühle im Blick behalten. Da es sich rein formal um eine „Vereinsgaststätte“ handele, bleiben der Stadt ansonsten keine weiteren Optionen.

Das persönliche Gespräch haben weder der Beschwerdeführer noch einer der anderen Anwohner gesucht, um eine Klärung mit den Veranstaltern der Konzerte herbeizuführen. „Ich habe die Lärm-Hotline der Vereinsmitglieder nur einmal angerufen. Da es danach nicht leiser geworden ist, habe ich nicht noch mal versucht, das Gespräch mit den Mitgliedern zu suchen“, so der Anwohner.

Leise war es an der Walkemühle allerdings auch vor dem Einzug des Vereins nicht. Bis vor einigen Jahren diente das Backsteingebäude als Obdachlosenunterkunft der Stadt. Die Lautstärke vor dem Gebäude und die Zahl der Polizeieinsätze waren damals deutlich höher als bei der heutigen Nutzung.

Heute Domizil des Vereins „Freiraum“: die Hamelner Walkemühle.

Foto: Dana



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