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Afferde fordert Sportplatz-Sanierung / Stadtverwaltung lehnt ab

Kunstrasen schont die Knie – nicht die Kasse

Afferde. Es ist ein jährliches Prozedere des Bittens und Ablehnens: Der Ortsrat Afferde stellt Forderungen für den städtischen Haushalt im nächsten Jahr auf. Die Verwaltung streicht sie zusammen. Der Ortsrat besteht in einer weiteren Beratung weiter auf die Forderungen. So lief es auch in diesem Jahr, wobei aber eins feststeht: Rund 1,112 Millionen Euro werden gesichert nach Afferde fließen.

veröffentlicht am 28.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

VON FRIEDRICH-WILHELM THIES
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Größter Brocken dabei ist sicher der Neubau des Feuerwehrhauses in Afferde, für den bislang 860 000 Euro vorgesehen sind (Bericht auf Seite 11). Weitere 196 000 Euro fließen in die Modernisierung der Sporthalle Afferde, für die in diesem Jahr schon 430 000 Euro ausgegeben wurden. Auch die Baumaßnahmen an der Grundschule in Sachen Inklusion gehen weiter. „Es sollen Hubtische und Treppenlifte bei Kosten von 56 000 Euro eingebaut werden“, berichtete Olaf Schmidt vom Finanzmanagement der Stadt Hameln, der das Zahlwerk den Ortsratsmitgliedern vorstellte, die sich damit natürlich einverstanden zeigten. Spielgeräte für die Grundschule Afferde bei einer Summe von 27 500 Euro sind im Haushaltsplan-Entwurf aber erst für 2016 vorgesehen. „Diese Summe möchte wir schon 2015 haben, da die Kinder jetzt die Geräte brauchen“, erklärte Sebastian Schlagmann (CDU). Und Heinrich Mehring (SPD) wies darauf hin, dass die alten Geräte nicht mehr genutzt werden können, weil sie offensichtlich fehlerhaft eingebaut wurden. „Einfach die Holzbalken in die Erde eingraben, ohne sie vernünftig zu gründen, führt schnell zu Schäden“, bemerkte Mehring.

300 000 Euro für einen bespielbaren Platz?

Ähnlich sieht es mit 300 000 Euro aus, die für die Sanierung des Kunstrasenplatzes gebraucht werden. „Die Maßnahme ist derzeit nicht finanzierbar“, hatte Olaf Schmidt als Meinung der Verwaltung mitgeteilt. Das sehen die Ortsratmitglieder allerdings anders und betonten nochmals das hohe Verletzungsrisiko und was es wohl für Auswirkungen auf den Spielbetrieb hätte, wenn der Platz plötzlich als nicht mehr bespielbar erklärt würde. Deshalb sei eine sofortige Sanierung notwendig.

Einverstanden zeigten sich die Ortsratsmitglieder mit den Plänen zum Radweg zwischen Afferde und Hastenbeck in der Verlängerung der Cumberlandstraße. Hier will die Stadtverwaltung Alternativen aufzeigen, die dann zusammen mit dem Ortsrat Hastenbeck erörtert werden sollen. „Auch wenn der Radweg nicht mehr zu unserem Ortsgebiet gehört, nutzen ihn doch viele unserer Bürger, gerade auch zum Spaziergang zum Wald. Und deshalb setzen wir uns dafür ein“, erklärt Reno Claus (SPD).

Die Beseitigung der Schäden an der Cumberland-, Breslauer und Leipziger Straße soll in ein Straßensanierungsprogramm der Stadt einfließen. Dazu läuft eine Zustandsermittlung und dann soll eine Rangfolge festgelegt werden. Auch das fand Zustimmung des Ortsrates. In Bezug auf einen gewünschten Ausbau eines Gehweges im Bereich „Vogelsang“ zwischen den Grundstücken 11 bis 16 schlägt die Verwaltung einen Ortstermin vor, um zu überprüfen, was machbar ist. „Der sollte dann aber zusammen mit den dortigen Anwohnern erfolgen, damit wir alle Probleme berücksichtigen können“, erklärte Reno Claus dazu.

Die Sanierung der Stützmauer an der Remte entlang der Straße „Am Remtebach“ scheint sich in Afferde ähnlich wie beim Bau von Verkehrsinseln in Unsen (wir berichteten) zur unendlichen Geschichte zu entwickeln. Die Erneuerung sollte nämlich bereits dieses Jahr erfolgen, 142 800 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. „Die Abteilung ,Verkehrsplanung und Straßenwesen‘ teilt mit, dass es eine Ausschreibung gab, bei der auch 13 Firmen die Unterlagen angefordert haben. Nur eine Firma hat aber ein Angebot eingereicht und das lag weit über den veranschlagten Mitteln. So konnte kein Auftrag erteilt werden“, berichtete Sascha Köberle von der Abteilung „Zentrale Dienste“ dem Ortsrat. Bedeutet nun: Es muss neu ausgeschrieben werden, und weil auch Aspekte des Naturschutzes berücksichtigt werden müssen, sei nicht mit einem Baubeginn vor August 2015 zu rechnen, so Köberle. Das nahm der Ortsrat zähneknirschend zur Kenntnis.



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