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Institut präsentiert gutes Jahresergebnis 2008 / Von Kreditklemme kann keine Rede sein

Kunden sehen Sparkasse als sichere Geldburg

Hameln (wft). „Die Stadtsparkasse Hameln ist auch in Zeiten der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf Kurs“– mit dieser Aussage eröffnete Sparkassenchef Alois Drube gestern die Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahresergebnisses der Stadtsparkasse (SSK) für das Jahr 2008. Noch sind die Zahlen zwar nicht von den Wirtschaftsprüfern abgesegnet, aber Drube und sein Vorstandskollege Klaus F. Tobisch wissen bereits, dass das Betriebsergebnis nach Bewertung der Risiken von 2,6 Millionen Euro im Jahr 2007 um 40 Prozent auf etwa 3,7 Millionen Euro steigen wird. Drube: „Wir sind wirklich sehr erfolgreich in diesen turbulenten Zeiten.“ Von den negativen Auswirkungen der Finanzkrise sei die SSK „in keiner Weise betroffen“. Das sei vor allem das Ergebnis „nachhaltiger Geschäftspolitik“ und „umsichtigen Handelns“, betonte Drube. „Wir sind eben nicht dem letzten Rendite-Hype hinterhergejagt. Wir haben keinerlei Anlagen oder Ausleihungen am internationalen Markt. Die Konzentration auf unsere Kundengeschäfte vor Ort erweist sich als absolut richtig.“ Erfreulich für die Stadt Hameln: Sie kann laut Drube wieder mit einer Ausschüttung in Höhe von 150 000 Euro rechnen, wie der SSK-Chef betont. Die Stadtsparkasse sei auch ein absolut zuverlässiger Steuerzahler.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 06:21 Uhr

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30 000 Kundenkonten verwaltet die SSK derzeit und erreicht damit in Hameln einen Marktanteil von 59 (2007: 57) Prozent. Ein Trend, der sich bereits im Herbst abgezeichnet hatte, habe sich verfestigt, erläuterte Drube den Zuwachs. Die Menschen kehrten anonymen Direktbanken wieder den Rücken und kehrten zu einer Hausbank vor Ort zurück, wo die persönliche Beratung im Vordergrund stehe. Vier Tendenzen ließen sich dabei feststellen:

Kunden bringen viel mehr Geld als sie holen.

Sicherheit geht wieder vor Rendite, was insbesondere für Firmenkunden gilt.

In den Beratungsgesprächen ist das Thema Einlagensicherung gefragt wie nie – auch ohne die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass alle Sparguthaben sicher seien.

Klassische Sparkassenprodukte erleben eine Renaissance, weil sie verständlich sind.

Nach den gestern vorgelegten Ergebnissen wurden 2008 beispielsweise die in Sparkassenbriefen angelegten Kundengelder mehr als verdoppelt und um 43 Millionen Euro ausgeweitet. Selbst im Wertpapiergeschäft verzeichnet die SSK einen Nettozuwachs von 20 Prozent. Allein im Fondsgeschäft seien 40 Millionen Euro neu angelegt worden – „so viel wie noch nie“, wie Tobisch hervorhob. Bei einer um ein Prozent auf 738 Millionen Euro gestiegenen Bilanzsumme betreut die SSK Kundenvermögen im Wert von 662 Millionen Euro – neun Millionen mehr als 2007, wobei es erhebliche Umschichtungen in sichere Anlageformen gegeben habe.

Von Kreditklemme muss bei der Stadtsparkasse Hameln niemand reden. Denn auch im Jahr 2008 wurde 63 Millionen Euro an Krediten (plus 7 Prozent) zugesagt, 43 Millionen Euro allein für den gewerblichen Bereich und davon 30 Millionen für Ausrüstungsinvestitionen. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, die Cost-Income-Ratio, habe sich von 78 auf 72 Prozent verbessert. Im Klartext: Um einen Euro zu verdienen, mussten 2008 nur noch 72 Cent ausgegeben werden. Trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus für den privaten Wohnungsbau ist dieser Bereich auch bei der SSK rückläufig. Ursache sei vor allem die Unsicherheit am Arbeitsmarkt, meinen Drube und Tobisch. Gebrauchte Immobilien würden hingegen verstärkt gehandelt. Schöt, Ohrberg und südlicher Klüthang befänden sich in einem Generationswechsel, der dazu geführt habe, dass die Zahl der verkauften Immobilien seit vier Jahren stetig gestiegen sei. Ähnlich wie das BHW vermeldet auch die Stadtsparkasse eine „Renaissance des Bausparens“. Rund 600 Bausparverträge wurden 2008 über ein Gesamtvolumen von rund 17 Millionen Euro neu abgeschlossen.

Und die gute Nachricht für den Lehrstellenmarkt: Die Sparkasse möchte zum 1. August noch zwei Auszubildende einstellen, derzeit sind es bei 218 Angestellten 15, die bei der SSK ihre Lehre machen.

Sie können mit den vorgelegten Zahlen gut strahlen: Sparkassenchef Alois Drube (re.) und sein Kollege Klaus F. Tobisch.

Foto: wft Die Stadtsparkasse Hameln

profitiert davon, dass viele Menschen anonymen Direktbanken wieder den Rücken kehren und zu ihrem Institut vor Ort zurückkommen.

Foto: Dana



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