weather-image
Kunstkreis feiert 70. Geburtstag mit Schülerarbeiten zum Jubiläum

„Kultur ist lebenswichtig“

HAMELN. In seiner ersten Rede als Bürgermeister konnte Gerhard Paschwitz dem Kunstkreis am Sonnabend zum Jubiläum „70 Jahre Kunstkreis Hameln“ sozusagen „Gratulations-Hymnen übermitteln“.

veröffentlicht am 25.11.2018 um 14:12 Uhr

Schülerarbeiten sind zum Jubiläum des Kunstkreises ausgestellt. Foto: wfx
pe

Autor

Richard Peter Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Er bekannte: „Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer Stadt“ und wie Paschwitz anfügte: „Werbung für unsere Stadt“ und betonte: „lebenswichtig“. Aus dem Katalog zum 60. Geburtstag zitiert: „Hameln ohne Kunstkreis – undenkbar“. Natürlich würdigte er die Gründung der Ausnahmeeinrichtung durch Ministerialdirigent Rolf Flemes, den er „Leuchtturm der Stadt“ nannte, wie auch den Bau des 1957 eröffneten Studios durch den Stararchitekten Prof. Dieter Oesterlen aus Hannover und die zentrale Lage sowie das außergewöhnliche „bürgerschaftliche Engagement“.

Nicht ganz so euphorisch der Kunstkreis-Vorsitzende Dr. Victor Svec, der gegen das Hymnisch-Ideelle die harte Realität setzte und lapidar feststellte: „Die Kunst kostet nun mal Geld“ – und erinnerte, dass das Aushängeschild der Stadt Hameln in den letzten 20 Jahren allemal auf Spenden angewiesen war, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Aber dann das eigentliche Ereignis des Jubiläums gefeiert: 70 Arbeiten von Schülerinnen und Schülern vorzugsweise vom VikiLu, aber auch Wilhelm-Raabe-Schule in Zusammenarbeit mit der Pestalozzi Schule sowie der Eugen-Reintjes-Schule mit einer beeindruckenden Video-Installation, die bei der Eröffnung der Jubiläumsschau im zweiten Ausstellungsraum gezeigt wurde. Von Dr. Svec gewürdigt: die Vielfalt, die so fantasievoll die 70 variiert und mit allen nur möglichen Techniken brilliert. Dank auch an die Pädagogen, die sich bereit erklärt haben, diese Ausstellung, die das Altehrwürdige mit jugendlicher Unbefagenheit so ideal verbindet, zu bereichern.

Von Svec allerdings auch bedauert, dass zuletzt immer weniger Klassen die Chance nutzten, sich an Orginalen zu orientieren. Bei so sichtbar vielfältigem Elan, wie die Arbeiten an den Kunstkreiswänden bezeugen, sollte sich das Interesse an bildender Kunst nicht auf dieses von der Jugend so künstlerisch einfallsreich gestaltete Jubiläum beschränken. Dass es nicht nur um Bilder geht, auch um Musik, bewies David Thoma, Schüler des VikiLu, mit seiner Debussy-Interpetation und der hinreißend gespielten „Regentropfen-Etüde“ von Chopin sowie einer eigenen, beeindruckenden Improvisation. Zur Prämierung der drei besten, vom Publikum ausgewählten Arbeiten, die am 16. Dezember, 11 Uhr im Kunstkreis-Studio mit je 150 Euro, 100 Euro und 70 Euro ausgelobt werden – hat Kunstkreis-Mitglied Henning Löber spontan die Preisgelder verdoppelt. Ein verdientes Kompliment an die so liebenswert engagierte Jugend.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt