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Sie hat ein Atelier in der Metropole

Künstlerin aus Hameln zog es nach Vancouver

HAMELN. Ihr Besuch in der alten Heimat beginnt mit einem kleinen Schreck. Als Hella Keese vor ein paar Tagen in Hameln landet, verliert sie ihr Portemonnaie. Bislang ist es nicht aufgetaucht. Die Künstlerin ist hier geboren und aufgewachsen, lebt aber inzwischen in der kanadischen Metropole Vancouver. Warum eigentlich?

veröffentlicht am 05.09.2018 um 13:51 Uhr

Ihre alte Heimat: Hella Keese auf einem Erinnerungsfoto am Klüt. Auch von Landschaften lässt sich die Künstlerin inspirieren. Foto: privat
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite
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Fast 8.000 Kilometer liegen hinter ihr. Hella Keese ist aus Vancouver gekommen, um die Stadt zu besuchen, in der sie aufgewachsen ist. Nur noch wenige Meter, dann ist sie bei ihren Verwandten in Hameln angekommen. Aber wo ist ihr Portemonnaie? Auf dem Weg vom Bahnhof im Taxi oder beim Aussteigen muss sie es verloren haben. Sie fragt im Fundbüro nach, schaltet eine Anzeige in unserer Zeitung. Doch die Geldbörse findet sie nicht. Der Besuch ihrer alten Heimat beginnt mit einem kleinen Schreck.

Vor vielen Jahren zog es die Künstlerin nach Kanada. Sie wollte ihrer Leidenschaft nachgehen, Malerei studieren. Im Alter von 30 Jahren flog sie das erste Mal über den großen Teich. Vorher hatte sie bereits in England gewohnt, war Au-pair in London. „Ich wollte Verwandte in Kanada besuchen und eigentlich nur für ein Jahr bleiben“, sagt die gebürtige Hamelnerin. Doch aus dem einjährigen Besuch wurde schnell ihre neue Heimat. Noch heute lebt sie an der Westküste Kanadas in Vancouver, verbrachte zudem einige Jahre auf der kanadischen Insel Texada. Wenn sie jetzt Deutsch spricht, lässt sich der Einfluss der englischen Sprache hören.

In Vancouver studierte sie Malerei an einem College. Noch heute hat sie in der Metropole ein Atelier. Woher die Künstlerin ihre Inspiration nimmt? „Von der Landschaft“, erzählt sie. „Von den Leuten, die ich treffe. Und nicht zu vergessen: von der Liebe.“ Sie spricht davon, dass Farben und Formen auf sie eine gewisse Energie ausstrahlen würden. „Und die versuche ich, zu übersetzen“, sagt sie.

Ihre neue Heimat: Hella Keese hat ein Atelier in Vancouver. Aufgewachsen ist die Malerin in Hameln. Foto: privat
  • Ihre neue Heimat: Hella Keese hat ein Atelier in Vancouver. Aufgewachsen ist die Malerin in Hameln. Foto: privat

Zeitweise jedoch fehlte es ihr an Inspiration, um zu malen. Denn: Zwischendurch musste die Malerin für einige Jahre ihr Geld in einem anderen Beruf verdienen. Inzwischen arbeitet sie wieder in ihrem Atelier in Vancouver, geht dort ihrer großen Leidenschaft nach. Sie ist kreativ, malt – und schafft ihre eigenen Kunstwerke. Auf der Online-Plattform Instagram veröffentlicht die Malerin Fotos ihrer Werke aus dem Atelier in Kanada. Auf den Bildern sind bunte Farben und Formen zu erkennen.

Vor drei Jahren besuchte die Künstlerin Hameln zum ersten Mal nach langer Zeit. Sie meint: „Ich bin ein Mensch, der sich überall und nirgendwo zu Hause fühlt.“ Ein bisschen Heimweh habe sie immer gehabt, sagt sie und fügt hinzu: „Hameln ist wunderschön und sehr modern. Es hat sich viel geändert.“ Und die verlorene Geldbörse? Hella Keese hofft, dass jemand ihr Portemonnaie gefunden hat und sie es zurück bekommt. Dem ehrlichen Finder verspricht sie auch eine Belohnung …



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