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Wieder bunte Vielfalt

Künstlergruppe „arche“ eröffnet mit „Das kleine Format“ ihre Weihnachtsausstellung

HAMELN. Das einzig Normale: Es findet statt – ansonsten gilt die 3G-Regel. Ach ja, und Maskenpflicht. An den Wänden der „arche“-Galerie: „das kleine Format 2021“ – traditionelle Weihnachtsausstellung, mit der sich diesmal besondere Hoffnungen verbinden, denn wie allen Künstlergruppen und Galerien – und der Kunst ganz allgemein – waren coronabedingt die Geldquellen versiegt.

veröffentlicht am 20.11.2021 um 12:00 Uhr

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Keine Verkäufe, keine Einnahmen. So ist die „arche“ glücklich über eine umfangreiche Schenkung von Grafiken durch Monika Pulsfort-Kunze, die zugunsten der Künstlergruppe zum Verkauf angeboten werden. Darunter auch eine Gouache von Wernhera Sertürner.

Auch diesmal vorgeführt, dass „klein“ keine feste Größe sein muss und klein mal klein durchaus Größe erlangen kann, wie bei Volker Heines „Das kleine Format“, das, in Quadrate geteilt, Raum beansprucht. Daneben Arbeiten von Sonya Henny Schlüter – gemalte Vorlagen, die sie digital bearbeitet. Gegenüber Bernd Schlüters Arbeiten, „ästhetisierte Alltagswirklichkeiten“, wie sie Prof. Wulf Schomer nannte. Der „arche“-Vorsitzende hat es am Freitagabend zur Vernissage wieder übernommen, die einzelnen Künstler und ihre Arbeiten so kenntnisreich wie engagiert vorzustellen.

Auch Susanne Gührs verbindet mit „Nischenstillleben“ ein Sammelsurium an Alltäglichkeiten, die sonst gerne übersehen werden und hier eigene Bedeutung erlangen.

7 Bilder
Ein Werk des Künstlers Volker Heine.

Angela Skorka ist mit vier kleinen Tuschzeichnungen vertreten, daneben Andreas Spengler mit Aquarellen und Collagen wie „tecko-verso A/B“ sowie Anna Lauritzen mit Druckgrafiken und Juliane Kaiser-Jürgens mit ihren „Himmelsleitern“, die, in tiefes Violett gebettet, unterschiedliche Akzente setzen. Meisterlich, wie immer, Wolfgang Raddatz mit vier aparten Variationen, überzeichnete Radierungen in unterschiedlichen Zuständen. Ein reizvolles Format von Andrea Köhn, ein über Eck langgezogenes schmales Band, ein Fries in hellen, freundlichen Farben, die sich aufeinander beziehen. Daneben, senkrecht, vier eigenwillige Hunde-Porträts von Christiane Mauthe.

Ein Hingucker der besonderen Art: Gisela Gührs skulpturale Montage, wie sie Prof. Schomer nannte, eine Schalmei, aus der etwa hundert benutzte Kaffeefilter quellen. Titel: „Schall“. Andreas Hoppe hat versuchsweise einen Kartenstoß zum Mitnehmen auf einem der Stehtische deponiert. Ein Treppenaufgang mit dem kryptischen Titel „B - X = N“. Hans Jürgen Thoms „Hunger“ – lapidare Bezeichnung für einen adipösen Einkäufer, dem der Bauch aus dem Shirt quillt.

Wie immer meisterlich Frank Reimann mit „Cornetto“ – einer Landschafts-Serie mit beeindruckender Berg-Kulisse. Zwei delikate Arbeiten, Papier-Tinte-Wachs von Britta Samsen-Huch, dazu eine sehr geometrisch gehaltene Stahl-Skulptur. Moritz Bormann ist mit kleinen Figuren vertreten, die er „Winterling“ nennt. Sigurd Sass mit zwei kleinen Tafeln mit Olivenbaum als Thermografie.

Im Turmzimmer Fotomontagen von Bernd Schlüter, daneben knallbunte, dekorative kleine Arbeiten von Birgit Richtzenhain. Lars Kuntzag variiert das Thema „Der Tod und das Mädchen“. Seit langer Zeit wieder einmal vertreten: Georg Lipinsky – unter anderem mit „Früchte des kolonialen Urwalds“ und damit satirisch aktuell. Ebenfalls hier Collagen von Claude Sikora und Fotografien als „Zeitlandschaften“ von Sabine Öllerer. Auf der Galerie der Galerie Brigitta Martin mit vier Arbeiten „Am Gallberg, bewegt“, zarte trichterförmige Arbeiten auf Papier.

Und hier auch die Arbeiten der Schenkung von Monika Pulsfort-Kunze – um die „arche“ auch finanziell auf Kurs zu halten.



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