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Nabu wirbt mithilfe von Studenten um neue Mitglieder / Allein in Hameln 200 Neueintritte in vier Wochen / Schwerpunkt Arbeit mit Kindern

„Kühe sind nicht lila, und Frösche gibt’s nicht nur im Internet“

Hameln (nb). In nur etwas mehr als vier Wochen hat der heimische Naturschutzbund Nabu mithilfe von Studenten 500 neue Mitglieder gewonnen, davon allein 200 in Hameln. „Wir starten jetzt regelrecht durch“, berichtete Kreisverbandsvorsitzender Hans Arend. „Unsere Erfolge im Natur- und Artenschutz brauchen dringend weiteren Rückenwind aus der Bevölkerung.“ Ein Schwerpunkt ist nach seinen Worten der Ausbau der Kindergruppenarbeit, „denn wenn Kinder keinen Bezug zur Natur finden, hat die gesamte Gesellschaft in Zukunft ein großes Problem“. Arend bedauert, dass Kinder heute zwar 30 Handy-Klingeltöne, aber keine drei Baum- und keine zwei Vogelarten kennen – „eine Zeitbombe für die Zukunft“.

veröffentlicht am 05.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 15:21 Uhr

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Zudem will der Nabu seine Artenschutzprojekte weiter ausbauen. Als Beispiel nannte Arend den Schutz bedrohter Eulenarten wie der Schleiereule und den Steinkauz. „Im Naturschutz braucht man einen langen Atem“, betonte Arend. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Pflege der Nabu-eigenen Flächen, seien es Feuchtwiesen, die für Wiesenbrüter wie den gefährdeten Kiebitz spät gemäht werden, seien es Hecken, die für Rotkehlchen, Igel und Co. gepflanzt werden – die Nabu-Reservate hält er für eine „Perlenkette des Lebens“.

Aber Naturschutz kostet Geld, „und unsere Aktivitäten benötigen dafür viele neue Unterstützer. Deshalb hoffen wir, dass wir die bislang knapp 2000 Mitglieder um weitere 1000 erhöhen können – Kiebitz, Lerche, Zaunkönig & Co. brauchen sie“. Aber besonders richtet sich der Naturschutzbund an Kinder, denen er die Natur näherbringen und klarmachen möchte, dass Kühe in Wirklichkeit nicht lila sind, und dass Igel, Frosch, Eiche, Linde und Buche nicht nur im Internet existieren“.

„Wir freuen uns, tüchtige Studentinnen und Studenten dafür gewonnen zu haben, mit einem Job für unsere Sache einzustehen und an den Türen zu klingeln. Dieses Engagement hilft dem Naturschutz vor der Haustür, denn wir stehen für konkrete Maßnahmen. Deshalb hoffen wir, dass sich die Herzen vieler Menschen öffnen werden. Unsere Studenten sind an ihrer Dienstkleidung und dem mitgeführten Ausweis erkennbar“, so Arend. Und beruhigt: „Die jungen Leute dürfen kein Bargeld annehmen.“

Hans Arend mit Neumitglied Heike Greinert und den Werbern Andre Gudenrath, Yvonne Jansovec, Sophie Paul, Jascha Hanke, Johannes Hostenkamp undMohammad Wahoud (v.li.).



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