weather-image
26°
Fast 400 000 Euro Gewinn im Jahr 2017

KSG stockt Rücklage kräftig auf

HAMELN-PYRMONT. Mit einem Überschuss von 395 000 Euro hat die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) im Jahr 2017 nahezu dasselbe Ergebnis erwirtschaftet wie im Jahr zuvor. Wie in den mittlerweile 70 Jahren des Bestehens der KSG wird die Gesellschaft auch in diesem Jahr ihren Gewinn nicht ausschütten, sondern den Rücklagen zuführen, die inzwischen rund fünf Millionen Euro betragen.

veröffentlicht am 21.06.2018 um 18:00 Uhr

Sanierung und Neubau der KSG-Immobilie an der Wilhelmstraße gehen gut voran. Zum Jahresende sollen die dort entstehenden 15 barrierefreien Wohnungen vermietet werden. Foto: KSG
wft 4

Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Mit einem Überschuss von 395 000 Euro hat die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) im Jahr 2017 nahezu dasselbe Ergebnis erwirtschaftet wie im Jahr zuvor, als in der Bilanz 398 000 Euro als Gewinn ausgewiesen worden waren. Das gaben der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Bartels und KSG-Geschäftsführer Joachim Kruppki nach der jüngsten Aufsichtsratssitzung der KSG in Polle bekannt. Das entspricht bei einem Umsatz von 5,1 Millionen Euro einer Rendite von 7,7 Prozent. Der Abschluss für das Jahr 2017 war nach Angaben von Bartels zuvor einstimmig von dem Gremium gebilligt worden. Wie in den mittlerweile 70 Jahren des Bestehens der KSG wird die Gesellschaft auch in diesem Jahr ihren Gewinn nicht ausschütten, sondern den Rücklagen zuführen, die inzwischen rund fünf Millionen Euro betragen.

Im Überschuss enthalten ist auch der Gewinn von 78 000 Euro, den die KSG im Rahmen ihrer Baubetreuungsprojekte für ihre Gesellschafter erlöst. Derzeit betreut die Kreissiedlungsgesellschaft den Neubau einer Kindertagesstätte für zwei Gruppen in Hessisch Oldendorf, die Planung zweier Kita-Neubauten für sechs Gruppen in Groß Berkel und für fünf Gruppen in Aerzen sowie die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses in Bad Münder. „In diesen Dingen haben wir inzwischen sehr viel Erfahrung“, betonte Peter Bartels, „die würden wir gerne auch anderen Kommunen im Landkreis zur Verfügung stellen.“ Wobei es Bartels wichtig ist, zu betonen, dass dies keine Konkurrenz für heimische Architektenbüros darstelle, „denn die Aufträge selbst werden regelmäßig an sie vergeben“.

7,7 % Rendite erwirtschaftet die Kreissiedlungsgesellschaft

Die Vermietungssituation für den Bestand von derzeit 941 Wohnungen, bezeichnet die KSG-Führung als „stabil“. Schon seit Jahren seien die Leerstände bei der KSG vergleichsweise gering. „2017 waren im Monatsdurchschnitt nur 18 Wohnungen nicht vermietet, was einer Quote wie im Vorjahr von zwei Prozent entspricht.“ Unverändert sei mit 13,4 Prozent auch die Zahl der Wohnungskündigungen.

Leicht angestiegen ist im vergangenen Jahr die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter Wohnfläche. Nach 4,74 Euro im Jahr 2016 betrug sie im vergangenen Jahr 4,78 Euro. Im Jahr 2013 hatte sie noch 4,61 Euro betragen.

Knapp drei Millionen Euro hat die KSG für die Kernsanierung des Gebäudes Wilhelmstraße 10 ausgegeben. Die ehemals 40 Wohneinheiten wurden auf 27 reduziert; sie sind inzwischen komplett vermietet. Bei dem Projekt Neubau/Sanierung der Immobilie Wilhelmstraße 6 und 8 sind die Rohbauarbeiten im 3. Obergeschoss angelangt. Der Bau soll noch Ende 2018 abgeschlossen sein und rund drei Millionen Euro kosten. Interessenten für die dort entstehenden 15 Wohnungen hätten sich bereits vormerken lassen.

Zum Bestand der KSG gehören inzwischen auch 29 Reihenhäuser am Hamelner Haydnweg, die zum Preis von 2,4 Millionen Euro einschließlich Nebenkosten von der Bima erworben wurden und jetzt energetisch saniert werden. Anders als dem Landkreis wurde der Kreissiedlungsgesellschaft aber kein Rabatt eingeräumt. „Die Gebäude mussten zum Preis des Verkehrswertgutachtens erworben werden“, wie Bartels berichtete. Bereits seit einiger Zeit abgeschlossen ist die energetische Sanierung der anderen KSG-Wohneinheiten, von denen mehr als ein Drittel in Klein Berkel und in Afferde stehen. „Wir haben die Fenster saniert, die Dachböden und die Fassaden gedämmt“, berichtete Joachim Kruppki. „Da sind wir auf dem Stand der Technik“, betonte der KSG-Geschäftsführer. „Bei den Heizanlagen wird die Erneuerung Zug um Zug durchgeführt, wenn die Anlagen abgängig sind.“ Für die nachhaltige Sanierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes gibt die KSG nach diesen Angaben jährlich rund eine Million Euro aus.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare