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Klage über Müll, Verkehrsprobleme und die Rathäuser

Kritik an Stadtverwaltungen

HAMELN-PYRMONT. Ärger über die Stadtverwaltung – das ist sowohl in Hameln als auch in Bad Pyrmont ein Thema. Dies und weiteres haben am Dienstag die Anrufer am Lesertelefon angesprochen.

veröffentlicht am 08.09.2021 um 14:30 Uhr

Jens Spickermann

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Heinrich Brinkmann ärgert sich darüber, dass der Briefkasten des Hamelner Rathauses am Wochenende aufgrund vieler eingeworfener Wahlbriefe überquoll und Unbefugte die Umschläge einfach hätten herausnehmen können. Darüber hat die Dewezet bereits berichtet. Entweder müsse ein geeigneterer Briefkasten angeschafft oder der Kasten rechtzeitig geleert werden, meint Brinkmann. Von der Stadt möchte er nun wissen, ob er eine Eingangsbestätigung für seinen Wahlbrief erhalten kann. Sonst könne er ja nicht sicher sein, ob nicht jemand seinen Stimmzettel entwendet hat. Die Stadt antwortet jedoch, dass der Aufwand hierfür zu groß sei. Zudem sei die Wahl anonym und die äußeren Umschläge deswegen nicht mit Namen und Anschriften versehen. Mittlerweile werde der Briefkasten häufiger geleert und hineinzugreifen sei nicht mehr möglich.

Monika Senz beschwert sich über eine schlechte Erreichbarkeit des Rathauses in Bad Pyrmont. Als sie angerufen habe, weil sie einen neuen Personalausweis brauchte, sei trotz mehrmaliger Versuche niemand ans Telefon gegangen. Vor Ort habe sie dann erfahren, dass sie einen Termin per E-Mail vereinbaren solle. Erst 15 Tage später habe es ein freies Zeitfenster gegeben. Als der Ausweis abholbereit war, habe sie eine entsprechende E-Mail erhalten, allerdings ohne Hinweis, ob sie für die Abholung ebenfalls einen Termin vereinbaren müsse. Und für eine Nachfrage sei wieder niemand erreichbar gewesen. Ist das Bürgeramt also überlastet oder unterbesetzt? Auf ensprechende Fragen der Dewezet hat die Verwaltung am Dienstag nicht mehr reagiert.

Hans Schneider kritisiert, dass die bunten Sitzgelegenheiten in der Hamelner Innenstadt zwar ganz schön seien, aber leider Aschenbecher fehlen würden. Stadtsprecherin Janine Herrmann antwortet darauf: „Die Sitzgelegenheiten sind nur temporär, eigentlich gibt es auch genug Aschenbecher. Für diese relativ kurze Aktion noch zusätzlich Aschenbecher anschaffen, würde zusätzlich Geld kosten.“ Es gebe ja bereits Mülleimer mit Aschenbecher in der Fußgängerzone. Diese sollen auch weiterhin genutzt werden. „Zur Not, muss man sich dann mal zwei Meter weiter bewegen.“ Weitere Kritik äußert Joachim Klus per E-Mail an die Dewezet: „Hameln macht Reklame mit großen Plakaten ‚Bleib sauber Hameln‘.“ Wenn man sich aber umsieht, sei das Gegenteil der Fall. Beispiele dafür fänden sich an der Klütstraße und zwischen Haspelmathturm und Pulverturm.

Ein Lob möchte hingegen Felizitas Bellmann aussprechen. Dass die Oberfläche der Fahrradboxen an der Baustraße begrünt wurde, finde sie „wunderschön“. Auch eine Anruferin, die nicht genannt werden möchte, will sich bedanken: Nachdem sie bemängelt hatte, dass am Friedrich-Mauerer-Weg in Höhe der Regenauffangbecken eine Hecke auf die Straße ragte, sei die Stadt dort tätig geworden.

Die neue Verkehrsregelung an der Goethestraße gibt Renate Tegtmeier-Scherfeld zu denken. Das Linksabbiegen in die Schillerstraße ist dort seit einiger Zeit verboten. Doch für Rettungswagen und Feuerwehr habe der direkte Weg in die Nordstadt dort entlang geführt. Sie frage sich daher, ob durch die neue Verkehrsregel nicht der Rettungsweg „unterbrochen“ wird. Wie die Stadt mitteilt, ist die Sorge jedoch unbegründet. Im Einsatzfall müssten sich Feuerwehr und Rettungsdienst nicht an das Abbiegeverbot halten.

Wolfgang Fedder möchte eine Anregung äußern, wie Kreisverkehre in Hameln seiner Meinung nach schöner gestaltet werden könnten: In der Rattenfängerstadt biete es sich doch an, in der Mitte Figuren des Rattenfängers aufzustellen, meint Fedder. Dazu könnten Bäume gepflanzt werden. Vorbildhaft sei Walsrode: Wegen des dortigen Vogelparks seien auf den Kreiseln Vogel-Figuren aufgestellt worden.

Rainer Hinze bemängelt die Verkehrsführung auf der neuen Coppenbrügger Umgehungsstraße. Es fehle dort ein Hinweisschild, das den Weg Richtung Hameln ausweist, so Hinze. Für eine entsprechende Nachfrage war die zuständige Straßenbaubehörde am Dienstag nicht erreichbar.



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