weather-image
16°

Mehrheitsgruppe möchte den Bedarf „wenigstens ansatzweise“ ermitteln / Absichtserklärungen nicht bindend für eine Anmeldung

Krippenplätze: Jetzt sollen die Eltern ihre Wünsche äußern

Hameln (ni). Alle Kinder in Deutschland haben ab August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Doch wie viele Plätze für die Betreuung der Kleinsten von den Eltern tatsächlich nachgefragt werden, weiß heute noch niemand. In Hameln hat die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen eine Idee, wie man den Bedarf wenigstens ansatzweise ermitteln könnte.

veröffentlicht am 13.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Alle neuen Erdenbürger der Kommune, ob gerade erst geboren oder frisch zugezogen, sollen künftig mit einem „Willkommenspaket“ von der Stadt begrüßt werden. Inhalt dieses Pakets, so erklärt es die Fraktionschefin der Grünen und Initiatorin der Aktion, Ursula Wehrmann, soll neben „Informationen und Adressen zur Kinderbetreuung und allen anderen Angeboten rund um die Familie (FiZ)“ auch ein Anschreiben sein , in dem die Eltern nach ihren Plänen hinsichtlich der Betreuung ihres Nachwuchses gefragt werden. Wollen sie schon ihr Neugeborenes in eine Krippe geben? Wollen sie damit warten, bis der Zwerg ein Jahr alt ist? Oder wollen sie Sohn oder Tochter erst als Zweijährige in eine Krippe geben? Die Eltern, so Wehrmann, sollen in dem Brief „freundlich gebeten werden“, ein Kreuzchen hinter eine der drei für sie infrage kommenden Alternativen zu setzen. „Wir können natürlich nur hoffen, dass möglichst viele Eltern die Fragen beantworten“, sagt die Grünenchefin. Aber auch bei einer verhaltenen Rücklaufquote lasse sich anhand der eingegangenen Antworten „zumindest ein Trend ablesen“, in welche Richtung die Nachfrage gehe. Selbstverständlich seien die „Absichtserklärungen“ der jungen Eltern nicht bindend für eine Anmeldung.

In Hameln werden jedes Jahr ungefähr 450 Kinder geboren. Das Angebot an Krippenplätzen liegt zurzeit bei 286; die Kitas Feuergraben, Paul-Gerhardt-Gemeinde und AWO bereiten die Einrichtung weiterer Gruppen vor. Bislang war es so, dass jeder neue Platz sofort nach Eröffnung der Krippe belegt war. Ob die Nachfrage mit dem dann vorhandenen Angebot gedeckt werden kann, sei im Voraus schwer zu beantworten, so Wehrmann. Für die Planungen der Stadt sei es aber wichtig, den tatsächlichen Bedarf – wenn auch nur annähernd – rechtzeitig abschätzen zu können. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Anzahl der Krippenplätze in Hameln nicht ausreicht und Eltern ihren Rechtsanspruch auf dem Klageweg gegen die Stadt durchzusetzen versuchen – oder aber dass Überkapazitäten geschaffen werden, die zwar niemand braucht, die aber viel Geld gekostet haben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt